Landtag streitet um Hessens Kriminalitätszahlen

Wiesbaden. Über Statistiken lässt sich trefflich streiten: Hessens Parlament hat sich am Donnerstag eine hitzige Redeschlacht über die Kriminalitätszahlen für das Jahr 2012 geliefert.

Innenminister Boris Rhein warf in Wiesbaden der SPD vor, „keinen blassen Schimmer“ von Leistung und Arbeit der Polizei zu haben.

Der CDU-Politiker hatte in der vergangenen Woche für Hessen einen historischen Tiefstand bei den Straftaten mit einem deutlichen Rückgang bei Wohnungseinbrüchen verkündet. Die SPD äußerte daraufhin den Verdacht, Rhein manipuliere die Kriminalstatistik. Dieser verwies nun im Landtag empört darauf, dass es dafür „bundesweite Standards“ gebe.

Der Innenminister habe sich nur Zahlen ausgesucht, die ihm in den Kram gepasst hätten, konterte der SPD-Abgeordnete Günter Rudolph. Unterschlagen habe er zum Beispiel, dass die Straftaten in der Metropole Frankfurt zugenommen hätten. Der Grünen-Abgeordnete Jürgen Frömmrich hielt Rhein „Manipulation der Öffentlichkeit“ vor. Rhein habe auch verschwiegen, dass etwa in Mittelhessen die Einbrüche deutlich gestiegen seien.

Die Linke sah ein „absurdes Theater“ auf Seiten der Regierungsparteien, um im Wahlkampf Punkte zu machen. Die FDP warf wiederum der Opposition vor, dieser sei im Wahlkampf nicht mal mehr die Arbeit der Polizei heilig. (dpa)

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