Landtagswahl in Hessen

Nach Wahl-Panne in Frankfurt: "Keine Unregelmäßigkeiten in Kassel"

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Wahlen in Hessen: In Kassel gab es keine Unregelmäßigkeiten.

Nach den Pannen bei der Landtagswahl-Stimmenauszählung in Frankfurt hat die Stadt Kassel am Donnerstag erklärt, dass bei ihren Wahlergebnissen mit wesentlichen Korrekturen nicht zu rechnen ist.

Das Kasseler Wahlergebnis habe der Kreiswahlausschuss bereits in seiner Sitzung am 2. November beschlossen. Dabei seien keine Unregelmäßigkeiten festgestellt worden, sagte Stadtsprecher Michael Schwab auf Anfrage unserer Zeitung.

Schon in der vergangenen Woche hatte Wahlleiter Uwe Fricke in seiner Bilanz über die Auszählung in Kassel betont, es habe in den 203 Wahlbezirken im Stadtgebiet keine Probleme gegeben. Eine ungewöhnliche hohe Zahl ungültiger Stimmen in einem Stimmbezirk der Luisenschule, die Torsten Felstehausen (Linke) aufgefallen war, habe sich als Darstellungsfehler herausgestellt und sei korrigiert worden, berichtete Schwab.

Hessenwahl: Bezirke neu ausgezählt

Nach dem endgültigen und vom Ausschuss beschlossenen Wahlergebnis befinde sich die Anzahl ungültiger Stimmen jetzt „im Normalbereich“. Das endgültige Ergebnis der Landtagswahl wird nach der Sitzung des Landeswahlausschusses am Freitag, 16. November, bekannt gemacht. In Frankfurt mussten in 88 der insgesamt 490 Stimmbezirke Korrekturen vorgenommen werden. Viele mussten komplett neu ausgezählt werden.

Die Probleme in Frankfurt könnten Folgen für die Rangfolge der Parteien bei der Hessenwahl haben. Nach dem vorläufigen Ergebnis erhielten Grüne und SPD jeweils 19,8 Prozent der Stimmen. Wie berichtet, liegen die Grünen danach mit nur 94 Stimmen vor der SPD auf Platz zwei. Das könnte sich mit dem für nächsten Freitag angekündigten endgültigen Ergebnis ändern. Dann könnte die SPD die Nase vorn haben.

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Von Andreas Hermann

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