7,5 Hektar Fläche

Neues Zentrum für Amazon: Grundstücke im Gewerbegebiet Remsfeld sind alle verkauft

Ein riesiger Komplex: Die Grundstücke im Remsfelder Gewerbegebiet sind ausverkauft. Der Internethändler Amazon zieht demnächst ins neue Zentrum.
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Ein riesiger Komplex: Die Grundstücke im Remsfelder Gewerbegebiet sind ausverkauft. Der Internethändler Amazon zieht demnächst ins neue Zentrum.

Das Gewerbegebiet Schwalm-Eder-Mitte bei Remsfeld ist voll. „Es sind keine freien Flächen mehr verfügbar, alles ist verkauft“, sagt Jürgen Liebermann, Vorsitzender des Zweckverbandes Schwalm-Eder-Mitte. Das Aushängeschild, das neue Verteilzentrum der Firma Amazon, ist fertig und wird von dieser bezogen. Noch in dieser Woche soll dort der Betrieb aufgenommen werden.

Das gesamte Terrain von Amazon umfasst nun 7,5 Hektar, und ist mit einer hohen Sicht- und Lärmschutzwand umgeben. Man werde jetzt erst einmal mit dem bestehenden Stamm die Behelfsunterkunft in Zelten verlassen und später die Mannschaft aufstocken, sagte Amazonsprecherin Nadiya Lubnina. In der Endstufe werde die Belegschaft aus 140 Mitarbeitern bestehen und etwa 500 Fahrer werden mit 400 Sprintern die Waren aus dem Verteilzentrum ausliefern.

In den vergangenen Monaten hat sich aber noch mehr getan im Gewerbegebiet Schwalm-Eder-Mitte. Im dritten und letzten Bauabschnitt wurde mit den Erdbewegungen für einen Neubau auf einem 40 000 Quadratmeter großen Gebiet begonnen.

Die Firma Isar Kies baut dort eine Halle für einen Logistiker. Sie soll in etwa so groß werden wie die beiden Hallen von Elvis. Isar Kies besitzt bereits ein 20 000 Quadratmeter großes Teilstück unterhalb des Logistikers Palletways, auch dort soll eine weitere Halle für Logistik entstehen. „Wer genau in die Hallen einziehen wird, will der Bauherr nicht verraten“, sagt Liebermann.

Die Firma Kiesel, die Baumaschinen verkauft und verleiht, hat ein 10 000 Quadratmeter großes Grundstück für einen Neubau gekauft. Außerdem wird eine LNG-Autogastankstelle für Lastwagen schräg gegenüber des Rasthofs entstehen. Damit sei nun die reine Vermarktung des Gebietes abgeschlossen, sagt Liebermann. Das gesamte Gebiet des Zweckverbandes umfasst knapp 41 Hektar.

Die ersten Gespräche begannen 2001, sagt Zweckverbands-Vorsitzender Lothar Richter. Zunächst sei der Verkauf schleppend angelaufen. Dann habe der Standort an der Autobahn von der expandierenden Logistikbranche profitiert.

Das Gewerbegebiet habe sich durch seine direkte Lage an der A7 als Logistikstandort etabliert, sagt Liebermann. Auch im vorderen Teil des Knüllwälder Gewerbegebiets hat ein Investor eine neue Halle gebaut. Wer sie nutzen wird und wann sie in Betrieb geht, ist bislang nicht bekannt, sagte Knüllwalds Bürgermeister Jürgen Roth auf Anfrage.

Wendehammer

Derzeit erweitert der Zweckverband die Infrastruktur im Gewerbegebiet. Es entsteht ein Wendehammer, der wie ein zweiter kleiner Kreisel zum Wenden für Lastwagen im hinteren Teil des Gebietes nach Palletways in Richtung Oberbeisheim dienen soll. Von dort soll zudem eine Straße für Behelfsfahrzeuge auf die Kreisstraße zwischen Remsfeld und Oberbeisheim führen. Wie Jürgen Liebermann erläuterte, soll sie nicht für den Lastwagen-Verkehr genutzt werden, denn der soll im interkommunalen Gebiet rückwärtig zum Ort gelegen über die Erschließungsstraße abgewickelt werden.

Allein das Personal von Amazon werde über die Straße in den Neuwiesen zur Arbeit fahren. Die Sprinter von Amazon sollen über die Erschließungsstraße fahren.

Arbeitsplätze

Über 800 Menschen sollen laut Jürgen Liebermann in den nächsten Jahren im interkommunalen Gewerbegebiet arbeiten. 500 bis 600 werden in den Firmen vor Ort arbeiten.

Dazu kommen die 400 Fahrer von Amazon, die zwar nicht direkt bei dem Internetversand beschäftigt sind, aber durch den Standort Arbeit haben werden. Die Einnahmen aus dem Gewerbegebiet werden sich die Kommunen Knüllwald mit 60 Prozent, Homberg mit 30 Prozent und Schwarzenborn mit 10 Prozent teilen.

Von Christine Thiery

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