Landtagswahl 

Frühaufsteher und schnelle Zähler: So verlief der Wahltag im Kreis Kassel

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Ein Wähler wirft seinen Stimmzettel in die Wahlurne.

Kreis Kassel. Eine Wahl bringt viele Informationen und meist nur einen großen Gewinner. Auffälligkeiten stecken hingegen häufig im Detail. Wir haben im Kreis Kassel mal genauer hingesehen:

  • Die meisten Wähler hätten in Hofgeismar zur Wahlurne gehen können. Hätten. Denn anteilig lagen die Dornröschenstädter am Ende des Wahlabends ganz hinten. Eine Beteiligung von 61,1 Prozent war die schlechteste aller 18 Kommunen.
  • Bessere Nachrichten aus Espenau: 74,2 Prozent gingen hier zur Wahl. Der beste Wert. In der Landkreisgemeinde holte die AfD mit 16,2 Prozent der Zweitstimmen ihr stärkstes Ergebnis im Wahlkreis – deutlich über dem Landeswert.
  • Frühaufsteher: Im Zierenberger Stadteil Oelshausen waren schon um die Mittagszeit fast die Hälfte der Wahlberechtigten erschienen.
  • In Wolfhagen erhielten die Wähler gleich am Eingang die Wahlzettel ausgehändigt. Einige wussten mit dem grünen Stimmzettel zur Änderung von Gesetzen der hessischen Landesverfassung nichts anzufangen. „Manche lehnten ihn sogar ab“, sagte ein Sprecher. Vor allem Senioren hätten sich etwas überfordert gezeigt. Viele brauchten auch etwas mehr Zeit in den Wahlkabinen.
  • Zuerst komplett fertig war im Wahlkreis Kassel-Land 1 Liebenau. Das Ergebnis wurde um 19.42 Uhr vom Landeswahlleiter vermeldet.
  • In Hofgeismar waren die Ergebnisse aus vier von 16 Wahlbezirken rekordverdächtig schnell ausgezählt. Dann aber tat sich lange erstmal gar nichts.
  • Gleich doppelt lang war der Abend für Grünen Kandidat Juri Stölzner, der sich zunächst über das gute Abschneiden seiner Partei auf Landesebene freuen konnte, bevor er sein Augenmerk auf die Stimmen im Wahlkreis lenkte. Nachdem die ausgezählt waren, ging es für ihn aber weiter. Stölzner kandidierte schließlich auch für den Posten des Bürgermeisters in Baunatal. Und die Auszählung begann erst im Anschluss.
  • Interessanter Vergleich: Bei der Juniorwahl an der Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar haben die Grünen mit 32,2 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen erhalten. Das gilt auch für Juri Stölzner, den Direktkandidaten der Partei im Wahlkreis Kassel-Land I. Bei der Juniorwahl handelt es sich um ein Projekt zur politischen Bildung an Schulen. Die meisten Schüler durften gestern noch nicht wählen.
  • Noch Lust auf ein paar Randaspekte? Die wenigsten Stimmen aller überhaupt gewählten Parteien im Wahlkreis erhielt die Bürgerrechtsbewegung Solidarität, kurz BüSo: fünf Stimmen bedeuten rechnerisch 0,0 Prozent. Ein Wert, auf den wegen der Auf- und Abrundungen auch die AD-Demokraten (26 Stimmen), die Violetten (29), die LKR (17), und Menschliche Welt (19) kamen.

Hier finden Sie die Ergebnisse dem Wahlkreise 1 und 2 im Kreis Kassel

Die Ergebnisse von allen 423 Gemeinden und Städten finden Sie hier. 

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