Live-Ticker zur Landtagswahl

Erste Gespräche in Niedersachsen: Weil will sich zuerst mit Grünen treffen

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Nach der Landtagswahl in Niedersachsen: Grüne und SPD treffen sich zu ersten Gesprächen.

Die SPD ist der Wahlsieger in Niedersachsen. Wie geht es jetzt weiter? Die FDP schließt eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen aus. Alle Infos im Live-Ticker.

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Landtagswahl in Niedersachsen: Die Meldungen vom 19. Oktober

10.25 Uhr: In der niedersächsischen FDP gibt es Ärger wegen der Absage an eine Koalition mit SPD und Grünen nach der Landtagswahl vom Sonntag. Der frühere Generalsekretär der Bundes-FDP und Chef des Stadtverbands Hannover der Liberalen, Patrick Döring, verwies am Donnerstag in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" auf die Zusammenarbeit der drei Parteien im Rat der niedersächsischen Landeshauptstadt. Dort gebe es "keine schlechten Erfahrungen mit einem Ampelbündnis". Dort könne die FDP als kleinste Partei mehr durchsetzen als in 40 Jahren Opposition. Einen weiteren, nicht namentlich genannten FDP-Politiker aus Hannover zitierte die Zeitung mit den Worten: "Der Ärger in der Partei ist riesengroß - das geht gar nicht."

7.19 Uhr: Der Zeitplan für die ersten Gespräche auf dem Weg zu einer neuen Landesregierung in Niedersachsen steht. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will sich in der nächsten Woche (Dienstag) zunächst mit seinem bisherigen Koalitionspartner, den Grünen, treffen. Mittwoch kommt es dann zum Treffen von Vertretern von SPD und FDP, tags darauf zu einem ersten Gespräch von Sozialdemokraten und CDU. Das teilten die Parteien am Mittwoch mit.

Nach diesen Runden könnte es dann zu Sondierungsgesprächen kommen, die in offiziellen Verhandlungen münden würden. Am wahrscheinlichsten gilt derzeit die Bildung einer Koalition aus SPD und CDU. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wurde Rot-Grün am Sonntag knapp abgewählt, vor allem wegen deutlicher Verluste der Grünen.

Landtagswahl in Niedersachsen: Die Meldungen vom 18. Oktober

8.35 Uhr: Nach den enttäuschenden Wahlergebnissen hat der stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier seine Partei vor einer Personaldebatte gewarnt. „Angela Merkel ist keine Vorsitzende auf Abruf“, sagte der hessische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Sie sei in aller Welt anerkannt. „Und was wir irgendwann mal machen, steht jetzt nicht zur Debatte.“ 

Merkel hatte angekündigt, sie trete für die volle Wahlperiode von vier Jahren an. Nach den enttäuschenden Ergebnissen bei Bundestagswahl und der Landtagswahl in Niedersachsen geht sie jedoch angeschlagen in die Sondierungen für eine Jamaika-Koalition im Bund.

Landtagswahl in Niedersachsen: Die Meldungen vom 17. Oktober

18.32 Uhr: Bei sechs Gegenstimmen hat die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag ihren Spitzenkandidaten Bernd Althusmann zum neuen Fraktionschef gewählt. Althusmann sprach von einem „ehrlichen Ergebnis“. Er folgt auf Björn Thümler, der in die Verhandlungsdelegation für Koalitionsgespräche wechselt.

14.01 Uhr: Nach der Landtagswahl in Niedersachsen wollen die Grünen am kommenden Dienstag zu Gesprächen mit der SPD zusammenkommen. Dies habe sie in einem Telefonat mit Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vereinbart, sagte die Grünen-Landesvorsitzende Meta Janssen-Kucz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur zu Beginn einer Fraktionssitzung. Vor dem Treffen mit Weil soll demnach am Montagabend der Parteirat zusammentreten.

10.47: FDP-Parteichef Christian Lindner kann sich für Niedersachsen ein Jamaika-Bündnis vorstellen, nicht aber eine Ampel. „In meinen Augen wäre eine Jamaika-Koalition eine neue Regierung, die eine neue Politik macht in Hannover“, sagte Lindner am Dienstag im Deutschlandfunk. In einer Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP, wo die FDP als kleinster Partner dazukommt, wäre die Partei nur Mehrheitsbeschaffer. „Ich habe jedenfalls volles Verständnis dafür, was meine Freundinnen und Freunde in Niedersachsen machen.“

6.45 Uhr: Unternehmer aus Niedersachsen haben an die FDP appelliert, sich Gesprächen über eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen nicht zu verweigern. Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall, Volker Schmidt, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Mit koalitionspolitischer „Ausschließeritis“ ist dem Land nicht gedient.“ Schmidt betonte: „Auch die FDP sollte sich ihrer staatspolitischen Verantwortung nach diesem Wahlergebnis bewusst sein.“

Die Liberalen haben die Bildung einer Regierung mit SPD und Grünen in Niedersachsen bisher klar abgelehnt. Die Liberalen stünden Rot-Grün für eine Mehrheitsbeschaffung nicht zur Verfügung, sagte der niedersächsische FDP-Chef Stefan Birkner. Er sehe in einer solchen Konstellation mit den eher links orientierten Grünen in Niedersachsen keine Chance für einen Neustart, etwa in der Bildungspolitik.

Wahl in Niedersachsen: Das waren die Nachrichten vom 16. Oktober:

Partei

CDU

SPD

Grüne

FDP

Linke

AfD

Sonstige

Prozent

33,6

36,9

8,7

7,5

4,6

6,2

2,5

Sitze im Landtag

50

55

12

11

-

9

-

Vorläufiges amtliches Endergebnis

20.30 Uhr: Nach ihrem Sieg bei der Landtagswahl in Niedersachsen will die SPD zuerst mit den Grünen über Koalitionsmöglichkeiten reden. „Das gehört sich so“, sagte der Parteichef und Ministerpräsident Stephan Weil am Montagabend in der NDR Sendung-„Hallo Niedersachsen“. Klar sei aber, dass es alleine mit den Grünen nicht für eine Regierungsbildung reichen werde.

In SPD-Parteikreisen hieß es, man wolle auch mit CDU und FDP noch in dieser Woche zu ersten Gesprächen zusammenkommen. Konkrete Termine waren aber zunächst nicht zu erfahren.

16.35 Uhr: Nach der Landtagswahl in Niedersachsen zeichnet sich eine schwierige Regierungsbildung ab. Der durch einen klaren Sieg gestärkte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigte am Montag an, Gespräche mit CDU, Grünen und FDP zu suchen. Er werde allen im neuen Landtag vertretenen Parteien außer der AfD Gespräche "anbieten", sagte er in Berlin. 

Weils SPD hatte die Landtagswahl am Sonntag gewonnen. Für eine Fortsetzung der bisherigen rot-grünen Koalition in Hannover reicht es aber nicht. Rechnerisch möglich sind neben einer großen Koalition aus SPD und CDU Dreierbündnisse aus SPD oder CDU mit Grünen und FDP. Die Liberalen schließen eine Ampelkoalition mit der SPD aber aus. Auch eine große Koalition und ein Jamaika-Bündnis unter Führung der CDU gelten wegen massiver Konflikte zwischen den Parteien als schwierig. Weil räumte ein, dass derzeit nur zwei von drei Partnern einer möglichen Ampel ihre "Offenheit" dafür erklärt hätten, "ein dritter nicht oder noch nicht".

14.49 Uhr: Die FDP hat erneut eine Ampelkoalition von SPD, FDP und Grünen in Niedersachsen ausgeschlossen. Die Liberalen stünden Rot-Grün für eine Mehrheitsbeschaffung nicht zur Verfügung, sagte der niedersächsische FDP-Chef Stefan Birkner am Montag nach der Wahl in Berlin. Er sehe in einer solchen Konstellation - mit eher links orientierten Grünen - auch keine Chance für einen Neustart, etwa in der Bildungspolitik.

14.31 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel richtet sich auf schwierige Sondierungen für eine Jamaika-Koalition ein, sieht sich aber nicht durch die CDU-Wahlschlappe in Niedersachsen geschwächt. „In diese Sondierungsgespräche gehe ich sehr selbstbewusst mit meinen Freunden von CDU und CSU“, sagte Merkel am Montag in Berlin. Die Union nehme die Gespräche mit FDP und Grünen in dieser Woche in dem Selbstverständnis als stärkste Kraft auf, werde aber fair verhandeln.

13.45 Uhr: Die SPD ist aus dieser Wahl als deutlicher Sieger gegangen. Aber nicht in allen Wahlkreisen wurde sie stärkste Kraft. Wir haben für Sie die Ergebnisse in den einzelnen Wahlkreisen und weitere interessante Details in unserer Wahl-Analyse zusammengefasst.

13.30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das schlechte Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Niedersachsen auf eine dortige Zufriedenheit mit der Landespolitik zurückgeführt. Die CDU habe engagiert gekämpft, aber es sei deshalb nicht einfach gewesen, Wahlkampf zu führen, sagte Merkel am Montag in Berlin. Die Union habe das Wahlziel nicht erreicht, stärkste Partei zu werden. Die rot-grüne Regierung sei dennoch abgewählt. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stehe nun in der Verantwortung, auf die Partner zuzugehen, um die Regierungsbildung in Niedersachsen voranzubringen.

SPD: Koalitionsbildung wird schwierige Aufgabe

13.00 Uhr: Vizekanzler und Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel hat CDU und FDP aufgefordert, nach der Landtagswahl in Niedersachsen eine Regierung unter Führung der SPD zu ermöglichen. „Es sind jetzt alle klug beraten, dieses Wählervotum nicht zu ignorieren, sondern darauf zu setzen, dass eine stabile Koalition zustande kommt“, sagte Gabriel am Montag am Rande eines EU-Außenministertreffens in Luxemburg.

Das Wahlergebnis sei eine „Bestätigung der Regierungsarbeit“ von SPD-Ministerpräsident Stephan Weil. Dieser habe gewonnen, weil die Menschen ihm im Lande vertrauten und seine Regierungsarbeit richtig gefunden hätten. „Dem Land geht es so gut wie lange nicht mehr“, sagte Gabriel.

12.30 Uhr: Der SPD-Wahlgewinner in Niedersachsen, Stephan Weil, hat seine Partei davor gewarnt, sich von dem Erfolg bei der Landtagswahl blenden zu lassen. „Niemand betrachtet dieses Wahlergebnis in Niedersachsen als eine Beruhigungspille“, sagte der Ministerpräsident am Montag in Berlin.

Die große und schwierige Aufgabe, die SPD nach der Niederlage bei der Bundestagswahl zu erneuern, beginne erst. „Sie wird auch dringend notwendig sein, damit wir nicht nur bei einzelnen Landtagswahlen, sondern generell wieder bei Wahlen in Deutschland gute Ergebnisse für die SPD erzielen können.“ Es sei kein Naturgesetz, dass die SPD keine Wahlen mehr für sich entscheiden könne: „Wenn wir es richtig machen, können wir auch gewinnen“, sagte Weil.

AfD-Spitze: Grund für schlechtes Abschneiden sind Unruhen in Landesverband

11.45 Uhr: Nach dem vergleichsweise schwachen Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Niedersachsen hat Parteichef Jörg Meuthen grundsätzliche Schwierigkeiten der Rechtspopulisten im Norden der Bundesrepublik eingeräumt. Die AfD sei in den nördlichen alten Bundesländern traditionell weniger stark als im Süden und Osten Deutschlands, sagte Meuthen am Montag in Berlin. Außerdem verwies er auf Querelen im niedersächsischen AfD-Landesverband.

11.15 Uhr: Die Grünen machen Druck auf die FDP, in Niedersachsen ein rot-grün-gelbes Dreierbündnis zu ermöglichen. Die Bürger erwarteten eine SPD-geführte Regierung, sagte Parteichefin Simone Peter am Montag in Berlin. „Wir erwarten, dass die FDP jetzt in Gesprächen einlenkt und auch eine Ampel ermöglicht.“ 

Zu einer möglichen Minderheitsregierung von SPD und Grünen sagte Peter, das sei „möglicherweise darstellbar“ - aber das müssten die Niedersachsen ausloten. Rot-Grün hat bisher in Niedersachsen regiert, nun fehlt dem Bündnis ein Sitz zur Mehrheit.  

10.45 Uhr: Die AfD sieht nach dem Wahlsieg der SPD in Niedersachsen Probleme auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zurollen. Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, sagte am Montag in Berlin: „Ich glaube, dass das der Anfang vom Ende der Regierung Merkel ist.“ Das Ergebnis der Landtagswahl sei die Folge einer Politik, die in der CDU-Basis nicht mehr auf große Akzeptanz stoße.

Trotz Niederlage, CDU-Landeschef Althusmann steht hinter Merkel

10.15 Uhr: Nach der herben Niederlage der CDU bei der Landtagswahl in Niedersachsen unterstützt Landeschef Bernd Althusmann weiterhin die Bundesvorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel. „Unsere Bundeskanzlerin ist eine hervorragende, herausragende Politikerin für Deutschland“, sagte Althusmann am Montag vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums. Er habe am Sonntagabend mit ihr telefoniert. „Wir stehen hier Seite an Seite.“

9.30 Uhr: Laut SPD Generalsekretär Hubertus Heil sind die Bündnis-Optionen in Niedersachsen noch völlig offen. Es habe im Wahlkampf eine starke Konfrontation zwischen SPD und CDU gegeben, sagte Heil am Montagmorgen dem Bayerischen Rundfunk. „Diese Alternativen waren klar. Deshalb ist jetzt kein automatischer Weg zu einer großen Koalition da, sondern wir werden jetzt mit allen demokratischen Parteien in Niedersachsen sprechen.“ Rechnerisch wäre in Niedersachsen auch ein Ampel-Bündnis von SPD, Grünen und FDP möglich - was die FDP aber ablehnt

8.28 Uhr: Die Grünen in Niedersachsen haben vor den Folgen einer möglichen großen Koalition aus SPD und CDU in dem Bundesland gewarnt. „Eine große Koalition würde Stillstand für Niedersachsen bedeuten. Und Stillstand befördert Unzufriedenheit und damit die Rechtspopulisten“, sagte die Landesvorsitzende der Grünen, Meta Janssen-Kucz, am Montag in Hannover. Es sei der rot-grünen Landesregierung bislang gelungen, die AfD kleinzuhalten, so Janssen-Kucz. Nach Ansicht der Grünen-Vorsitzenden ist es allerdings kein Automatismus, dass Ministerpräsident Stephan Weil nun eine große Koalition anstrebt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD auf Bundesebene aus einer großen Koalition aussteigt und dann in Niedersachsen einsteigt“, sagte Janssen-Kucz. Sie rief die FDP auf, ihre Blockade-Haltung gegen eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen aufzugeben.

Grüne mit Wahlergebnis trotz Verluste zufrieden

8.23 Uhr: Trotz herber Verluste der Grünen in Niedersachsen will der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin nicht von einer Schlappe sprechen. „Ich glaube, die meisten niedersächsischen Grünen haben sich (...) eher gefreut“, sagte Trittin am Montagmorgen im Deutschlandfunk. „Wir haben unser Ziel, dritte Kraft zu werden, anders als bei der Bundestagswahl erreicht.“ Stimmenverluste an die Sozialdemokraten erklärte Trittin mit der Konzentration der Wähler auf das Duell zwischen CDU und SPD.

8.09 Uhr: Die niedersächsische FDP hat ihr Nein zu einer Ampel-Koalition mit SPD und Grünen bekräftigt. "Wir lehnen eine Ampel zu 100 Prozent ab", sagte Generalsekretär Gero Hocker am Montag im Südwestrundfunk (SWR). Die Liberalen hätten sich vor der Landtagswahl klar festgelegt, dass sie nicht als "Steigbügelhalter für die Fortsetzung der rot-grünen Politik" zur Verfügung stünden. Diese Aussage habe weiterhin Bestand. Eine Jamaika-Koalition schloss FDP-Landesgeneralsekretär Hocker nicht komplett aus. "Da gibt es kein klares Nein", sagte er im SWR. Doch Jamaika sei "nicht gerade das Bündnis, das im Moment in Niedersachsen en vogue ist". Der Ball liege jetzt im Feld der SPD.

SPD-Ministerpräsident Weil hält Jamaika-Bündnis für undenkbar

8.01 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält eine Jamaika-Koalition unter Führung der zweitplatzierten CDU mit FDP und Grünen in seinem Land für undenkbar. „Das halte ich in Niedersachsen für sehr ausgeschlossen“, sagte Weil am Montagmorgen im ARD-Morgenmagazin. „Es gab so eindeutige Aussagen wirklich von allen Beteiligten. So weit reicht meine Fantasie nicht.“ Zur Absage der niedersächsischen FDP an eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen sagte Weil, er wolle den Gesprächen nicht vorgreifen. „Wir schauen mal, wie weit wir damit kommen.“ Rein rechnerisch wäre auch eine große Koalition aus SPD und CDU denkbar. „Beides ist in Niedersachsen nicht so ganz einfach“, sagte Weil. Er bedauerte, dass die Mehrheiten nicht zur Fortsetzung der bisherigen rot-grünen Regierung reichen. „Das wäre eigentlich die Konstellation gewesen, mit der ich am liebsten weitergemacht hätte.“

7.58 Uhr: Die SPD hat der CDU in Niedersachsen mehr als 20 Direktmandate abgenommen. Dem neuen Landtag werden 55 SPD-Abgeordnete angehören, die alle über die Erststimmen in ihren Wahlkreisen ins Parlament eingezogen sind. Die Landesliste kommt bei den Sozialdemokraten nicht zum Zug. Bei der CDU gewannen nur 32 Kandidaten das Direktmandat in ihrem Wahlkreis, wie aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hervorgeht. 18 weitere kommen über die Landesliste in den Landtag, darunter Björn Thümler. Der CDU-Fraktionsvorsitzende hat den Wahlkreis Wesermarsch überraschend deutlich an SPD-Herausforderin Karin Logemann verloren. Er war im Kompetenzteam von CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann im Fall eines Wahlsieges für das Finanzressort vorgesehen. Bei der Wahl 2013 hatte die CDU noch 54 Direktmandate errungen, die SPD lediglich 33.

Wahlergebnis könnte Sondierungsgespräche im Bund erschweren

7.38 Uhr: Der Ausgang der Abstimmungen vom Sonntag dürfte vor allem in die Union hineinwirken. Rufe nach einem konservativeren Profil könnten wieder lauter werden. Das dürfte die Gespräche von CDU und CSU mit FDP und Grünen erschweren.

7.03 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht für sich nach dem Wahlsieg weiter eine gewichtige Rolle in der Bundes-SPD. „Meine Stimme hatte in der Bundes-SPD immer schon ein gewisses Gewicht, das wird wohl so bleiben“, sagte der Chef des Landes-SPD der „Neuen Presse“ (Montag).

6.52 Uhr: Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat die FDP in Niedersachsen für ihre Absage an ein gemeinsames Dreierbündnis unter SPD-Führung scharf angegriffen. „Dass sich die FDP einfach Gesprächen verweigert, ist demokratisch verantwortungslos“, sagte der Bundestagsabgeordnete aus Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur. Die Freidemokraten müssten verstehen, dass der Wahlkampf vorbei sei. „Wenn wir Grüne uns auf Bundesebene so wie die niedersächsische FDP verhalten würden, gäbe es keine Jamaika-Sondierungen“, sagte Trittin, der für die Grünen an Gesprächen mit Union und FDP im Bund teilnehmen wird. Bleibt die FDP bei ihrer Haltung, sind in Niedersachsen wohl nur eine große Koalition unter Führung der SPD oder eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP möglich. Der Ministerpräsident und Wahlgewinner Stephan Weil habe mit der SPD einen „klaren Regierungsauftrag“, sagte Trittin. Den Wahlkampf lobte er als eine „Aufholjagd von Rot-Grün sondersgleichen“, der CDU attestierte er eine „krachende Niederlage“.

6.27 Uhr: Nach der Landtagswahl in Niedersachsen haben Vertreter von SPD und Grünen die FDP trotz ihrer Ablehnung einer Ampel-Koalition zu Gesprächen aufgerufen. „Das erste, was man machen muss, ist, miteinander zu reden“, sagte der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Olaf Lies der Deutschen Presse-Agentur. Es werde darum gehen zu klären, ob es eine Vorstellung über eine gemeinsame Politik von SPD, Grünen und FDP gebe. Vor der Wahl bestimmte Koalitionen auszuschließen sei das eine, nun aber müsse vertraulich über Inhalte geredet werden, sagte der Wirtschaftsminister. Auch Landesagrarminister Christian Meyer forderte die FDP zum Einlenken auf. „Die FDP sollte ihre Blockadehaltung überdenken“, sagte der Grünen-Politiker der dpa. Eine Ampel-Koalition „wäre eine Koalition der progressiven Kräfte“.

Alle Ereignisse von der Landtagswahl 2017 in Niedersachsen vom Sonntag

23.40 Uhr: Für eine Fortsetzung der rot-grünen Regierung in Niedersachsen gibt es keine Mehrheit mehr. Die SPD errang bei der Landtagswahl am Sonntag 55 Sitze im Parlament, die Grünen 12 - zusammen haben beide damit nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis künftig 67 von 137 Sitzen. Für eine Mehrheit im niedersächsischen Landtag sind mindestens 69 Sitze nötig.  

23.15 Uhr: Die SPD hat die Landtagswahl in Niedersachsen klar gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen kamen die Sozialdemokraten unter dem amtierenden Ministerpräsidenten Stephan Weil auf 36,9 Prozent. Die CDU stürzte mit 33,6 auf ein historisch schlechtes Ergebnis.

Die Grünen erzielten mit 8,7 Prozent der Stimmen weniger als 2013, die FDP kam auf 7,5 Prozent. Die AfD zieht mit 6,2 Prozent erstmals in den Landtag in Hannover ein. Die Linke verpasste mit 4,6 Prozent erneut den Einzug ins Parlament. Zur Verteilung der Mandate gab es zunächst noch keine offiziellen Angaben.

22.55 Uhr: Nach Erkenntnissen der ARD wird sich an der jüngsten Hochrechnung (siehe oben) wohl kaum noch etwas ändern. Es sieht so aus, als werde Rot-Grün eine erneute Mehrheit um zwei Sitze verfehlen.

22.40 Uhr: Stephan Weil hat bei der Landtagswahl am Sonntag auch seinen Wahlkreis direkt gewonnen. Er setzte sich mit 47,5 Prozent der Erststimmen klar gegen seinen CDU-Mitbewerber Felix Blaschzyk durch, der 31,6 Prozent erreichte.

22.35 Uhr: Auch nach Berechnungen der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF wird es voraussichtlich nur ein Überhang- und ein Ausgleichsmandat geben. Damit gäbe es 137 Sitze im Parlament, Rot-Grün erreicht demnach 68 Mandate, was ebenfalls zu wenig wäre.

22.25 Uhr: Die jüngste Hochrechnung bringt wechselnde Sitze - aber keine Änderung an der mangelnden Mehrheit für Rot-Grün. Die SPD gewinnt einen Sitz hinzu - die Grünen verlieren einen. Mögliche Überhangmandate sind hier bereits eingerechnet.

22.15 Uhr: Die Parteien werden wohl noch einige Zeit benötigen, die Ergebnisse von Niedersachsen einzuordnen und zu bearbeiten. Hier gibt es schon mal die Pressestimmen zum Wahlabend.

22.05 Uhr: Das ZDF inkludiert in seiner neuesten Berechnung Überhangmandate - das Ergebnis bleibt allerdings im Endeffekt das Gleiche. SPD und Grüne gewinnen hier einen Sitz auf insgesamt 68, allerdings sind in diesem Modell nun 69 Sitze für eine Mehrheit nötig.

Trend scheint gegen Rot-Grün zu verlaufen

21.52 Uhr: Es scheint sehr eng zu werden für Rot-Grün. In der jüngsten Hochrechnung von infratest dimap verlieren sowohl SPD als auch Grüne geringfügig. Der Trend geht also eher in Richtung eines neuen Regierungsbündnisses.

21.43 Uhr: Während Niedersachsen auf neue Zahlen wartet: Die FDP hatte bei ihrer Wahlparty in Hannover einen alten Bekannten zu Gast. Der frühere Wirtschaftsminister, Vizekanzler und Parteichef Philipp Rösler ließ sich offenbar mal wieder blicken.

21.38 Uhr: Angela Merkel unter Druck und schwierige Vorzeichen für die Jamaika-Verhandlungen: Das bedeutet das Niedersachsen-Ergebnis für die Bundespolitik.

21.32 Uhr: Immerhin eine gute Nachricht für Bernd Althusmann: Der CDU-Spitzenkandidat hat am Sonntag seinen Wahlkreis Seevetal gewonnen - wenn auch knapp. Er setzte sich mit 38,6 Prozent der Stimmen gegen den SPD-Politiker Tobias Handtke durch, der 36,7 Prozent der Stimmen erhielt. Althusmann trat zum ersten Mal in diesem Wahlkreis an, 2013 hatte er, allerdings ohne Erfolg, im Wahlkreis Lüneburg kandidiert. Hier gibt‘s die Wahlkreisergebnisse im Überblick.

21.20 Uhr: Niedersachsen ist übrigens knappe Wahlergebnisse gewohnt. 1974 war der Wahlausgang sogar knapp, dass das Ergebnis überprüft werden musste. Am Ende verpasste die CDU die absolute Mehrheit um einen Sitz. Ebenso eng ging es 1986 zu. CDU und FDP gewannen damals mit genau der nötigen Mehrheit von 78 der 155 Sitze die Wahl. 1994 erlangte die SPD unter Gerhard Schröder genauso - mit 81 von 161 Sitzen - die absolute Mehrheit.In Erinnerung blieb aber vor allem der Wahlabend im Januar 2013. Lange sah es damals nach einem Patt aus. Erst um kurz vor Mitternacht teilte die Landeswahlleitung mit, dass SPD und Grüne eine Mehrheit von nur einem Sitz im Landtag haben werden. Eine Grünen-Abgeordnete wechselte später die Seiten - deshalb nun auch die vorgezogene Neuwahl 2017.

20.58 Uhr: Auch die sechste Hochrechnung von 20.39 Uhr bringt für SPD und Grüne kein Aufatmen. Sozialdemokraten und AfD verlieren darin minimal, die CDU gewinnt leicht hinzu. Veränderungen an der Sitzverteilung gibt es dadurch nicht. Es bleibt bei 67 Mandaten für Rot-Grün - eines zu wenig für eine Mehrheit. Mögliche Überhangmandate sind dabei allerdings nicht eingerechnet.

20.40 Uhr: Die AfD macht sich derweil an die Ursachenforschung. Vorstandsmitglied Georg Pazderski glaubt nicht, dass der Abgang von Frauke Petry die AfD in Niedersachsen viele Stimmen gekostet hat. „Ich denke, das spielte nur eine untergeordnete Rolle“, sagt er der dpa. Größeren Schaden hätten wohl die inzwischen wieder eingestellten Betrugsermittlungen gegen den Landesvorsitzenden Paul Hampel sowie Differenzen im niedersächsischen Landesverband angerichtet. Anders sieht das Petry selbst. Das Ergebnis sei einerseits auf den „schwachen Landesverband“ zurückzuführen, andererseits aber auch auf „die Aufregung, die es nach meinem Austritt in der Partei gab“, sagte sie.

Auf Messers Schneide: Rot-Grün bangt um die Mehrheit

20.32 Uhr:Sollte es letztlich für Rot-Grün reichen, würden die Parteien die Chance wohl ergreifen. Ministerpräsident Stephan Weil will die Koalition auch bei nur einer Stimme Mehrheit fortsetzen. „Wenn ich die Chance habe, dann werde ich sie auch nutzen“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der ARD. Auch die Spitzenkandidatin der Grünen, Anja Piel, sprach sich dafür aus.

20.30 Uhr:In Sachen Rot-Grün bleibt es spannend: Sowohl ARD als auch ZDF veröffentlichten zuletzt Hochrechnungen, wonach SPD und Grüne mit 67 Mandaten die absolute Mehrheit um einen Sitz verfehlen. In einer weiteren, parallelen ARD-Analyse, in der zusätzlich die Verteilung der Überhangmandate hochgerechnet wurde, reichte es ganz knapp.

20.16 Uhr: Wie eng das Rennen in Niedersachsen ist, zeigt aber ein Blick auf die aktuelle ZDF-Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen. Sie weist für Rot-Grün nur 67 Sitze aus - einer zu wenig für eine Landtags-Mehrheit.

20.09 Uhr: Die aktuelle  Hochrechnung von infratest dimap bringt wieder leichte Verschiebungen: SPD und CDU verlieren; FDP, Grüne und AfD gewinnen leicht. Änderungen an der hypothetischen Mandatsverteilung bringt das aber erstmal nicht. Es bleibt vorerst bei der hauchdünnen Mehrheit für Rot-Grün.

19.55 Uhr: Uns liegen nun die ersten Ergebnisse aus den Wahlkreisen und Gemeinden vor: Hier finden Sie die Informationen im Überblick.

19.39 Uhr: Unterdessen gerät bei der Union auch Kanzlerin Angela Merkel in die Schusslinie. Der CDU-Wirtschaftsrat gibt ihr eine Mitschuld am schlechten Abschneiden in Niedersachsen. „Der Schlüssel für die Niederlage in Hannover liegt leider im Berliner Wahlabend am 24. September, als man die verheerenden Verluste von über acht Prozent zu einem strategischen Sieg schöngeredet hat“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der Bild. „Die Wahlverlierer, die am Wahlabend gesagt haben „Wir haben verstanden“, haben heute in Hannover gewonnen. Diejenigen, die erklärten, sie hätten „alles richtig gemacht“, sind diesmal Verlierer.“

Erstmals rechnerische Mehrheit für Rot-Grün

19.30 Uhr: Die vierte Hochrechnung bringt einen wichtigen Wandel im Ergebnis: Die CDU verliert spürbar auf 33,7 Prozent, die Grünen gewinnen hinzu - nun hätte Rot-Grün erstmals wieder eine Mehrheit!

19.24 Uhr: Unbehagen in Bayern. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat die CDU-Niederlage bei der Niedersachsen-Wahl als „erneutes Alarmsignal“ für die gesamte Union bezeichnet. Er kündigte am Sonntagabend klare Kante der CSU in den anstehenden Sondierungsgesprächen über ein Jamaika-Bündnis auf Bundesebene an und warnte vor zu viel Euphorie.

19.20 Uhr: Zwischendurch eine skurrile Randnotiz: Die AfD in Salzgitter musste sich am Sonntag mit einer ärgerlichen Panne herumschlagen. Bei der Wahlparty dort gab es kein Live-Fernsehen und auch keine WLAN-Verbindung ins Internet. Einige googelten die Ergebnisse mit ihren Handys. „Schlechte Nachrichten“, sagte Vize-Landeschef Oliver Westphal schließlich um 18.04 Uhr, als er die magere 5,5 Prozent-Prognose verkündete. Am Ende verfolgten die etwa 50 AfD-Anhänger die Berichterstattung am Radio

19.16 Uhr: In der ARD betont Herausforderer Althusmann nochmals, er sehe „einen Gestaltungsauftrag auch für die CDU“. Er könnte sich eine Regierungsbeteiligung durchaus vorstellen - auch Gespräche über Jamaika. Zunächst wolle er aber die Schritte der SPD abwarten.

Bernd Althusmann hat das Amt als niedersächsischer Ministerpräsident noch nicht abgeschrieben

19.11 Uhr: Noch mehr SPD-Stimmen: Bundestags-Fraktionschefin Andrea Nahles zieht Rückschlüsse für die Politik in Berlin. Deutlich erkennbare Unterschiede zwischen SPD und CDU seien „gut für unsere Demokratie“ erklärt sie. Ein deutlicher Seitenhieb auf das vergleichsweise schwache Ergebnis der AfD. Nahles stärkt auch Martin Schulz den Rücken: Er „ist und bleibt Vorsitzender“, sagt sie.

19.07 Uhr: SPD-Vizechefin Manuela Schwesig wertet den Ausgang der Niedersachsenwahl als großartigen Erfolg für ihre Partei - wählt aber recht bittere Worte. „Stephan Weil hat in diesem Wahljahr die Ehre der SPD gerettet“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin.

19.04 Uhr: Auswirkungen hat die neue Hochrechnung auch auf die hypothetische Sitzverteilung: Die SPD gewinnt im Modell ein Mandat hinzu - damit fehlt nur noch ein Sitz für eine rot-grüne Mehrheit!

Dritte Hochrechnung: AfD wohl sicher drin

19.02 Uhr: Jetzt ist die dritte Hochrechnung da. Sie bringt ein paar Verschiebungen: Die FDP gewinnt 0,2 Prozentpunkte, die Linke verliert etwas und verpasst wohl tatsächlich den Sprung in den niedersächsischen Landtag. Die AfD darf sich in den neuen Zahlen über zusätzliche 0,3 Prozentpunkte freuen. Der Einzug ins Parlament kann nun eigentlich als sicher gelten.

18.58 Uhr: Und die Bedeutung für die Bundespolitik? FDP-Chef Christian Lindner sieht in dem Ergebnis keinen Rückschlag für die Liberalen in den Jamaika-Verhandlungen... aber offenbar auch nicht direkt Rückenwind für das gesamte Konstrukt: „Was sollen da CDU und Grüne da sagen?“, sagt Lindner mit Blick auf die Verluste der potenziellen Koalitionspartner etwas verstimmt.

18.53 Uhr: Die erste Reaktionen der Parteien auf die Hochrechnungen in Niedersachsen haben wir hier für Sie zusammengefasst.

18.42 Uhr: AfD-Spitzenkandidatin Dana Guth erklärt in einem ersten Statement, sie sei froh über den Einzug in den Landtag - „mehr kann es aber immer sein“, sagt sie mit Blick auf das Ergebnis von 5,6 Prozent. Der Zweikampf und die starke Polarisierung zwischen CDU und SPD habe ihrer Partei wohl geschadet.

18.40 Uhr: Weil will sich im ersten TV- Interview noch nicht auf Koalitions-Überlegungen einlassen. Er wolle mit allen Landtags-Parteien sprechen, sagt der Ministerpräsident. Einzige Ausnahme sei die AfD. Jamaika hält er aufgrund der Differenzen zwischen Union und Grünen ebenfalls für unwahrscheinlich.

Stephan Weil freute sich am Sonntag über den Wahlsieg

18.38 Uhr: Auch erste Erkenntnisse zur Wählerwanderung gibt es nun von infratest dimap. Offenbar hat die SPD vor allem viele Nichtwähler mobilisiert - aber auch dem Koalitionspartner Grüne Stimmen abgeluchst.

18.35 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner schließt eine Ampel-Koalition vor den Anhängern der Liberalen demonstrativ aus.

Martin Schulz in Feierlaune

18.30 Uhr: Auch SPD-Chef Martin Schulz ist in Feierlaune. Es sei „ein großartiger Erfolg für Stephan Weil, die SPD ist der ganz klare Wahlsieger an diesem Abend in Niedersachsen“, ruft er.

18.25 Uhr: Nun tritt der Herausforderer Bernd Althusmann vor seine Unterstützer - er wird von den CDU-Anhängern bejubelt. Althusmann gratuliert der SPD und gesteht: Er hätte sich ein besseres Ergebnis gewünscht. „In Sack und Asche gehen müssen wir aber überhaupt nicht“, betont er. Als Antwort gibt es „Berni, Berni!“-Sprechchöre...

18.19 Uhr: Die erste Hochrechnung der ARD bringt kaum Veränderungen. CDU und SPD verlieren minimal Nachkommastellen, die weiteren Parteien bleiben im Vergleich zur Prognose konstant.

18.14 Uhr: Und die Koalitions-Spekulationen beginnen: Der stellvertretende Bundeschef der FDP, Wolfgang Kubicki, ein gebürtiger Niedersachse, schließt eine Ampel schon mal aus.

18.12 Uhr: Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU im Bundestag Michael Grosse-Bröhmer konstatiert, es habe „die Wechselstimmung gefehlt“. Er gratuliert Weil bereits jetzt - merkt aber auch an, die rot-grüne Landesregierung sei „abgewählt“.

18.10 Uhr: Der mutmaßliche Wahlsieger Stephan Weil spricht in Hannover unterdessen von einem „großen Abend für die SPD“. 

18.08 Uhr: Ist das ein Seitenhieb auf den Parteichef? SPD-Generalsekretär Hubertus Heil betont vor dem ARD-Mikrofon, es handle sich um einen Sieg des Landesverbandes - auf die Nachfrage, wie groß der Anteil von Martin Schulz sei, weicht Heil aus.

18.05 Uhr: Zu den Verlierern, so viel scheint schon jetzt klar, zählen auf jeden Fall CDU, Grüne und FDP. Alle drei Parteien verlieren spürbar. Bangen müssen wohl noch die AfD und die Linke. Beide Parteien stehen nahe der Fünfprozent-Hürde.

18.03 Uhr: Was bedeutet diese erste Prognose für eine Regierungskoalition? Für Rot-Grün würde es zunächst nicht reichen. Möglich wären hingegen eine Ampel, eine Große Koalition oder eine niedersächsische Variante des Jamaika-Bündnisses. Allerdings ist noch viel Spielraum für Veränderungen.

Erste Prognose zeigt Wahlsieg für die SPD

18.01 Uhr: Und hier ist die erste Prognose! Offenbar sieht es nach einem Wahlsieg für die SPD aus. Die CDU verliert erneut, die AfD schafft es in Niedersachsen erstmals ins Landesparlament und die Linke verpasst vermutlich den Einzug.

17.55 Uhr: Wenige Minuten nach, dann gibt es die erste Prognose.

17.10 Uhr: Nun gibt es auch neue offizielle Zahlen: Rund anderthalb Stunden vor Schließung der Wahllokale in Niedersachsen liegt die Wahlbeteiligung auf dem Niveau von 2013. Um 16.30 Uhr hatten am Sonntag rund 53,38 Prozent der 6,1 Millionen Wahlberechtigten bei der Landtagswahl ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Hannover mitteilte. Bei der letzten Landtagswahl lag der Wert zu diesem Zeitpunkt bei 53,33 Prozent. Am frühen Nachmittag hatte die Wahlbeteiligung noch über dem Vergleichswert von 2013 gelegen.

17.00 Uhr: Eine kuriose Geschichte am Rande: Während in Niedersachsen vielerorts das gute Wetter die Wähler zum Spaziergang in Richtung Wahlurne animieren dürfte, ist die Lage in Buchholz-Suerhop - südlich von Hamburg - etwas anders, wie der NDR berichtet. Dort ist das Wahllokal in einem Fitnesskeller untergebracht. "Bei uns ist auch Bombenwetter. Aber nicht im Keller, da ist es kalt", sagte die „Gastgeberin“ des Wahllokals dem Sender. Dennoch: Über die Hälfte der Wahlberechtigten habe immerhin schon abgestimmt.

16.30 Uhr: Die Fotos von der Stimmabgabe der niedersächsischen Parteigrößen haben wir in einer kleinen Bildergalerie gesammelt:

Landtagswahl Niedersachsen: Jubel bei der SPD - lange Gesichter bei der CDU

15.45 Uhr: Die Spitzenkandidaten der mutmaßlichen kommenden Landtagsparteien haben nun allesamt zumindest schon einmal ihre Wählerpflicht getan: Auch Anja Piel (Grüne), Stefan Birkner (FDP), Dana Guth (AfD) und Anja Stoeck (Linke) ließen sich mittlerweile bei der Stimmabgabe in ihrem Heimat-Wahllokalen ablichten.

Erste Zahlen lassen auf hohe Wahlbeteiligung schließen

13.37 Uhr: Die Landtagswahl in Niedersachsen ist mit einer leicht höheren Beteiligung angelaufen als 2013. Bis Sonntagmittag, 12.30 Uhr, hatten 26,91 Prozent der 6,1 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, 2013 waren es zum selben Zeitpunkt 23,03 Prozent. Der Anstieg sei vergleichbar mit dem bei der Bundestagswahl vor drei Wochen, sagte eine Mitarbeiterin der Landeswahlleitung in Hannover. 2013 erreichte die Wahlbeteiligung 59,4 Prozent, nachdem 2008 mit 57,1 Prozent ein für das Bundesland historisches Tief verzeichnet worden war.

12.56 Uhr: Der niedersächsische CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann hat sich optimistisch zum Ausgang der Landtagswahl geäußert. „Ich bin nach wie vor zuversichtlich“, sagte er am Sonntag bei der Stimmabgabe in Südergellersen im Landkreis Lüneburg. „Es scheint ja nach einem knappen Rennen auszusehen. Wir wollen mal sehen, wer am Ende die Nase vorn hat.“

12.47 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung. „Ich bitte alle Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen herzlich, sich an der Landtagswahl zu beteiligen“, sagte Weil am Sonntag bei der Stimmabgabe in Hannover. „Die Demokratie in unserem Land braucht aktive Bürgerinnen und Bürger.“ Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Weil und dem CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann voraus.

10.58 Uhr: Bei der Landtagswahl in Niedersachsen hat sich am Vormittag eine höhere Wahlbeteiligung als 2013 abgezeichnet. Um 10.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 8,21 Prozent - vor vier Jahren hatten zum selben Zeitpunkt 5,37 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das gab eine Mitarbeiterin der Landeswahlleitung in Hannover am Sonntag bekannt. 2013 lag die Wahlbeteiligung bei 59,4 Prozent, nachdem sie 2008 noch mit 57,1 Prozent ein für das Bundesland historisches Tief erreicht hatte.

10.49 Uhr: Ein Rekord zeichnet sich in Niedersachsen mit Blick auf die Briefwahl ab. In vielen Städten und Gemeinden haben so viele Wahlberechtigte wie noch nie seit mindestens 1986 Briefwahlunterlagen beantragt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

10.13 Uhr: Die CDU lag in den Umfragen zunächst weit vor der SPD, verlor dann aber kontinuierlich. In den letzten Erhebungen der Forschungsgruppe Wahlen (Donnerstag/ZDF) und des Instituts Civey (Freitag/„Spiegel Online“) rutscht sie mit 31,8 bis 33 Prozent hinter die SPD mit 34,5 bis 34,6 Prozent. Die Grünen und die FDP kommen auf 8,5 bis 9 Prozent, die AfD liegt bei 7 bis 7,8 Prozent. Die Linke muss mit 5 bis 5,7 Prozent um den Einzug in den Landtag zittern.

Landtagswahl 2017 in Niedersachsen: Wahllokale geöffnet

9.28 Uhr: Dem niedersächsischen Parlament gehören mindestens 135 Abgeordnete an. Wegen Überhang- und Ausgleichsmandaten gibt es derzeit 137 Parlamentarier. In 87 Wahlkreisen werden die Abgeordneten direkt gewählt, die anderen ziehen über die Landeslisten der Parteien in den Landtag in Hannover ein.

8.01 Uhr: In Niedersachsen haben seit 8.00 Uhr die Wahllokale geöffnet. Die Abstimmung in Niedersachsen ist die erste Landtagswahl nach der Bundestagswahl vor drei Wochen und wird deshalb bundesweit mit Spannung verfolgt. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet.

Sonntag, 6.20 Uhr: Nur drei Wochen nach der Bundestagswahl wird heute in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Knapp 6,1 Millionen Menschen können abstimmen. In letzten Umfragen zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab zwischen der SPD von Ministerpräsident Stephan Weil und der CDU, die mit dem früheren Kultusminister Bernd Althusmann als Spitzenkandidat antritt.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (l.) von der SPD und sein Herausforderer von der CDU, Bernd Althusmann, beim TV-Duell.

Die Wahl war ursprünglich für Anfang 2018 geplant. Wegen des überraschenden Wechsels einer Grünen-Abgeordneten zur CDU, wurde die Abstimmung vorgezogen, denn seitdem hat die rot-grüne Regierung keine Mehrheit mehr.

Landtagswahl 2017 in Niedersachsen: SPD und CDU halten sich fast alle Optionen offen

Am heutigen Sonntag steht die Entscheidung an, doch vor der Landtagswahl in Niedersachsen halten sich die Spitzenkandidaten von SPD und CDU weiter fast alle Koalitionsoptionen offen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte beim einzigen Fernsehduell mit seinem CDU-Herausforderer Bernd Althusmann im NDR, er sei "sehr vorsichtig" mit dem Ausschluss von Optionen vor einer Wahl. Althusmann sagte, er wolle sich zu Koalitionsfragen nicht äußern, sondern streite "ausschließlich für die CDU".

Weil lehnte auch eine große Koalition mit der CDU nicht ab. Ein solches Bündnis sei angesichts sachlicher und atmosphärischer Differenzen "sehr unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen". Spekulationen über eine unter Umständen mögliche rot-rot-grüne Koalitionen bezeichnete er als "Phantomdiskussion". Dies sei "ein Thema, das in der SPD überhaupt nicht diskutiert wird".

Althusmann betonte, die CDU werde unmittelbar nach der Wahl für Gespräche "auf alle demokratischen Parteien" zugehen. Nur Bündnisse mit Rechts- und Linkspopulisten seien ausgeschlossen. Weil und der SPD warf er vor, ein rot-rot-grünes Bündnis nicht auszuschließen: "Sie eiern herum."

Landtagswahl 2017: Diese Koalitionen sind möglich

Es wird mit einem knappen Ausgang der Wahl gerechnet. In Umfragen liegen SPD und CDU seit Wochen nahezu gleichauf. Rechnerisch wären demnach eine große Koalition aus den beiden großen Parteien sowie Dreierkoalitionen wie ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP oder eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen möglich.

Ob die Linke in den Landtag einzieht, ist fraglich. Sie liegt in den Umfragen bei etwa fünf Prozent. Die seit 2013 amtierende Regierung aus SPD und Grünen hätte laut Umfragen keine Mehrheit mehr.

Die Wahl in Niedersachsen wurde vorgezogen, weil die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten im August zur CDU wechselte und die Regierung dadurch ihre Mehrheit im Landtag verlor. Ursprünglich sollte in Niedersachsen erst im Januar gewählt werden.

Während des Fernsehduells lieferten sich Weil und Althusmann unter anderem einen Schlagabtausch zu Themen wie Schulbildung, Kindertagesstätten und den Ausbau der Internetversorgung. CDU-Herausforderer Althusmann warf Weil vor, als Aufsichtsrat des von der Abgasaffäre gebeutelten Autobauers VW versagt zu gaben. Die Aufsicht sei "nicht vernünftig ausgeübt" worden. Der SPD-Ministerpräsident wies dies zurück und sprach von "Polemik". VW ist Niedersachsens größter Arbeitgeber, das Land hält 20 Prozent der stimmberechtigten Anteile an dem Konzern.

Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie die Landtagswahl 2017 in Niedersachsen live im TV und im Live-Stream verfolgen können.

pak/fn/AFP

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