Schwarz-gelber Regierung droht Aus

Landtagswahl in Sachsen hat begonnen

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Der Spitzenkandidat der sächsischen CDU für die Landtagswahlen, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, und seine Ehefrau Veronika wählen am 31.08.2014 im Wahllokal in ihrem Heimatort Panschwitz-Kuckau (Oberlausitz).

Dresden - In Sachsen haben am Sonntagmorgen die Landtagswahlen begonnen. Die CDU kann Umfragen zufolge damit rechnen, erneut stärkste Partei zu werden. Die FDP muss um den Einzug in den Landtag bangen.

In Sachsen hat am Sonntagmorgen die Landtagswahl begonnen. 3,4 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, die 120 Parlamentssitze in Dresden neu zu vergeben. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zählte zu den ersten Wählern. Schon 30 Minuten nach Öffnung der Wahllokale gab er mit seiner Ehefrau Veronika in der sorbischen Grundschule in Panschwitz-Kuckau seine Stimme ab. Der schwarz-gelben Regierung von Tillich droht das Aus - als letzter CDU/FDP-Koalition in Deutschland.

Die CDU dürfte zwar laut Umfragen stärkste Kraft bleiben, die FDP muss allerdings um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Zweitstärkste Kraft dürfte den Demoskopen zufolge die Linke werden, vor der SPD, die sich bereits als möglicher Koalitionspartner in Position gebracht hat. Schon von 2004 bis 2009 wurde Sachsen von einer schwarz-roten Koalition regiert, davon ein Jahr unter Ministerpräsident Tillich.

Erstmals dürfte in Sachsen die eurokritische AfD in ein Landesparlament einziehen. Bei den Grünen könnte es nach jüngsten Umfragen unerwartet knapp werden. Ein Wiedereinzug der Rechtsextremen NPD ist ebenfalls nicht sicher.

Zwar hielt sich Ministerpräsident Tillich vor der Wahl alle Optionen offen, auch einer Zusammenarbeit mit der AfD erteilte er zunächst keine klare Absage. Allerdings gilt als solch ein Bündnis als unwahrscheinlich. Erst vor wenigen Tagen hatte die CDU-Bundesspitze erneut eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.

Weil die Wahl am letzten Tag der Sommerferien stattfindet, wird eine geringere Wahlbeteiligung als 2009 befürchtet. Damals lag die Beteiligung bei 52,2 Prozent. Beherrschende Themen des Wahlkampfs waren die Bildungspolitik und die innere Sicherheit. Insgesamt bewerben sich 636 Frauen und Männer um einen Sitz im Parlament.

dpa/AFP

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