Urteil gefällt

Langjährige Haftstrafen in Prozess gegen rechtsextreme Gruppe Freital

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Journalisten stehen vor der Justizvollzugsanstalt in Dresden. 

Wegen Sprengstoffanschlägen auf Asylheime und politische Gegner in Sachsen sind acht Mitglieder der rechtsextremen Gruppe Freital zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Dresden - Das Oberlandesgericht Dresden sprach nach einjähriger Prozessdauer am Mittwoch sämtliche Beschuldigte der Bildung einer terroristischen Vereinigung schuldig und verhängte Gefängnisstrafen zwischen vier und zehn Jahren. Wegen Rädelsführerschaft erhielten die Angeklagten Timo S. und Patrick F. mit zehn beziehungsweise neuneinhalb Jahren die höchsten Strafen.

Die Bundesanwaltschaft hatte für die acht Angeklagten zwischen fünf Jahren Jugendstrafe und elf Jahren Haft gefordert. Die Verteidigung wies den Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und des versuchten Mordes hingegen zurück und verlangte deutlich geringere Strafen.

„Klima der Angst“

Der Anklage zufolge schlossen sich die sieben Männer und eine Frau im Sommer 2015 mit weiteren Gleichgesinnten zusammen, um Sprengstoffanschläge auf Asylheime und politische Gegner zu verüben. Sie sollen im selben Jahr unter wechselnder Tatbeteiligung insgesamt fünf Anschläge auf das Auto eines Linken-Stadtrats aus Freital, auf ein Parteibüro der Linkspartei, auf zwei Flüchtlingsunterkünfte in der Stadt und ein linkes alternatives Wohnprojekt in Dresden verübt haben.

Bei den mit selbstgebauten Sprengsätzen, Steinen und illegaler Pyrotechnik begangenen Anschlägen wurden zwei Menschen verletzt. Aus Sicht der Bundesanwaltschaft handelten die Angeklagten aus einer rechten und fremdenfeindlichen Gesinnung heraus. Sie hätten "ein Klima der Angst" schaffen wollen und den Tod von Menschen in Kauf genommen.

AFP

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