Pläne des Westens

Asyl für Assad in Russland "ein Witz"

+
Bekommt Baschar al- Assad Asyl in Russland? Für Außenminister Lawror nur "ein Witz".

Moskau - Die UN-Vetomacht Russland hat Vorschläge aus dem Westen als “Witz“ zurückgewiesen, dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Asyl in Moskau zu gewähren.

Es sei sinnlos, über Assads Schicksal zu diskutieren, bevor nicht die Konfliktparteien in Syrien miteinander verhandelten. Das sagte Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit seinem deutschen Amtskollegen Guido Westerwelle in Moskau. Damit solle entweder bewusst Verwirrung gestiftet werden oder es zeige die Ahnungslosigkeit, was in Syrien passiere und wie die russische Position sei, sagte Lawrow.

“Wir wollen gemeinsam eine politische Lösung“, betonte Westerwelle. Allerdings machte er deutlich, dass die Positionen auf dem Weg dorthin noch auseinandergehen. Die Vereinten Nationen hätten die Hauptaufgabe, die Gewalt zu beenden. In der kommenden Woche sollen nach Angaben Lawrows erneut zwei Delegationen der syrischen Opposition zu Gesprächen nach Moskau kommen.

Bei ihrem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin am 1. Juni in Berlin habe Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeschlagen, Moskau solle Assad Asyl gewähren, sagte Lawrow. “Wir haben das für einen Witz gehalten. Aber wie groß war unsere Überraschung, als wir bei Gesprächen mit ausländischen Kollegen hörten, dass sie davon überzeugt waren, dass wir das machen.“

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.