Hohes Al-Kaida Mitglied

Lebenslänglich: Bin Ladens Schwiegersohn verurteilt

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Sulaiman Abu Ghaith.

New York - Ein Schwiegersohn des getöteten Terroristen Osama bin Laden ist am Dienstag in New York zur Maximalstrafe verurteilt worden. Er soll ein ranghohes Mitglied der Al-Kaida sein.

Ein Schwiegersohn des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden ist in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der bereits Ende März schuldig gesprochene Sulaiman Abu Ghaith verdiene für seine Taten und fehlende Reue "die Maximalstrafe", sagte Bundesrichter Lewis Kaplan am Dienstag in New York. Der Verurteilte verweigerte dem Gericht die Anerkennung.

Der 48-jährige Abu Ghaith ist das ranghöchste Al-Kaida-Mitglied, das bisher von einem US-Gericht verurteilt wurde. Er wurde unter anderem der Verschwörung zur Ermordung von US-Bürgern und der Unterstützung von Terroristen schuldig gesprochen. Die Geschworenen sahen es nach einem dreiwöchigen Prozess als erwiesen an, dass der Ehemann der Bin-Laden-Tochter Fatima einst eine herausgehobene Rolle im Terrornetzwerk Al-Kaida spielte.

Der aus Kuwait stammende Imam stand zwar nicht im Verdacht, direkt an den Anschlägen vom 11. September 2001 mitgewirkt zu haben. Nach der Attacke auf das World Trade Center in New York trat er aber in Propagandavideos mit Bin Laden und dem heutigen Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri auf. Außerdem soll er in den fehlgeschlagenen Anschlag des sogenannten Schuhbombers Richard Reid im Dezember 2001 auf ein Flugzeug verwickelt gewesen sein. Abu Ghaith beteuerte seine Unschuld.

Vor der Verkündung des Strafmaßes sagte Abu Ghaith auf Arabisch, dass er sich ausschließlich dem Gericht Allahs unterstelle. "Wenn Sie mich heute in der Absicht anketten, mich lebendig zu begraben, entfesseln Sie die Hände tausender Muslime, die sich der Bewegung freier Männer anschließen", sagte Abu Ghaith seinem Übersetzer zufolge. "Sie stoßen weiter Drohungen aus", sagte Richter Kaplan. "Was Sie getan haben, rechtfertigt die Maximalstrafe."

Nach dem US-Militäreinsatz am Hindukusch hatte sich Abu Ghaith 2002 in den Iran abgesetzt. Anfang 2013 tauchte der Bin-Laden-Schwiegersohn dann in der Türkei auf. Schließlich wurde er in Jordanien gefasst und in die USA gebracht. Osama bin Laden war nach jahrelanger Flucht im Mai 2011 von US-Elitesoldaten in einem Versteck in Pakistan getötet worden. Nach Angaben seiner Verteidiger saß ihr Mandant elf Jahre im Iran in Haft. Sie forderten auch deshalb eine Strafe von maximal 15 Jahren.

AFP

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