Lebenslange Haft für Frankfurter Flughafen-Attentäter gefordert

Frankfurt. Der von islamistischer Propaganda aufgehetzte Todesschützen vom Frankfurter Flughafen soll nach dem Willen der Bundesanwaltschaft lebenslang ins Gefängnis.

Die Anklagebehörde sprach sich am Montag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt auch dafür aus, bei dem 21 Jahre alten Angeklagten die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Damit kann er nicht nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden.

Der im Kosovo geborene Frankfurter ist vor dem Staatsschutzsenat des zweifachen Mordes und des dreifachen Mordversuchs angeklagt. Er hat zu Prozessbeginn gestanden, am 2. März zwei US-Soldaten mit Kopfschüssen getötet und zwei andere mit Schüssen schwer verletzt zu haben. Als Uka auf einen fünften Soldaten zielte, versagte seine Waffe.

Die Soldaten waren auf dem Weg nach Afghanistan, deshalb hatte sie der Täter als Zielscheibe ausgewählt. Der Angeklagte schoss vor und in einem Bus auf seine unbewaffneten und völlig überraschten Opfer. Als der Schuss auf sein fünftes Opfer stecken blieb, flüchtete er und wurde kurz darauf im Flughafengebäude festgenommen.

Das Attentat gilt als der erste islamistische Anschlag in Deutschland mit Toten und Verletzten. Nach Einschätzung eines Sachverständigen ist der Angeklagte voll schuldfähig. Er hat vermutlich auch in Kauf genommen, bei dem Attentat selbst ums Leben zu kommen. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.