Sex-Skandal um Obamas Leibwächter 

Washington - Mehrere Leibwächter von US-Präsident Barack Obama sind wegen eines möglichen Fehlverhaltens im Vorfeld des Amerika-Gipfels in Kolumbien in die USA zurückgeschickt worden.

Wie die „Washington Post“ am Samstag unter Berufung auf einen Sprecher des Secret Service berichtete, wurde eine ungenannte Zahl von Sicherheitsleuten durch andere ersetzt.

Der Präsident der Interessensvertretung von US-Bundespolizeibeamten (Federal Law Enforcement Officers Association), Jon Adler, sagte nach Angaben der Zeitung, die Beschuldigungen richteten sich gegen mindestens einen Agenten, der Kontakt zu Prostituierten in Cartagena de Indias gehabt haben soll. Die ganze Einheit, zu der der Beschuldigte gehöre, sei zurückbeordert worden.

Der Sprecher des Secret Service, Edwin Donovan, sagte, der Dienst nehme die Anschuldigungen sehr ernst. Er betonte, die Sicherheit des US-Präsidenten sei durch den Vorfall nicht betroffen gewesen. Die Angelegenheit habe sich vor der Ankunft Obamas zugetragen.

Die Zeitung schrieb, sie sei auf die Affäre von einem früheren Reporter der „Washington Post“ aufmerksam gemacht worden. Dieser habe auch ein Buch über die Präsidenten-Schützer geschrieben. Kontaktaufnahme zu Prostituierten sei unschicklich für Angehörige des Secret Service, selbst wenn das in Kolumbien in bestimmten „Toleranzzonen“ gestattet sei, hieß es weiter. Einige der Agenten seien verheiratet, zitierte das Blatt den früheren Mitarbeiter weiter.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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