Leichter Brandanschlag auf Schloss Bellevue

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Amtssitz des Bundespräsidenten: Das Schloss Bellevue in Berlin. Foto: Sebastian Kahnert dpa/Archiv

Nächtlicher Alarm für die Polizei am Sitz des Staatsoberhaupts: Vor dem Schloss Bellevue bricht ein Feuer aus. Ein Angreifer hat einen Brandsatz geschleudert. Was steckt hinter dem Anschlag?

Berlin (dpa) - Auf den Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten, Schloss Bellevue, ist ein Brandanschlag verübt worden. Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei warf ein Täter in der Nacht einen Molotowcocktail gegen einen Zaun vor dem Schloss.

Größerer Sachschaden entstand nicht. Die Polizei nahm kurze Zeit später in der Nähe einen 50-jährigen Mann fest. Es war zunächst unklar, ob er der Täter ist. Erst im April war auf das Paul-Löbe-Haus des Bundestags ein Brandanschlag mit einem Molotowcocktail verübt worden.

Am Schloss Bellevue gelang es Bundespolizisten, die Flammen sofort zu löschen. Bis auf Rußflecken am Sockel des Zauns sei kein nennenswerter Schaden entstanden, berichtete der Sprecher. Bevor der Täter mit dem Fahrrad davonfuhr, warf er noch einige Flugblätter mit politischen Forderungen über den Zaun. Zum Inhalt der Pamphlete wollte sich der Sprecher nicht weiter äußern.

Rund eine Stunde später nahm die Polizei einen 50-Jährigen fest, der in der nahe gelegenen Altonaer Straße einen Zigarettenautomaten gesprengt haben soll. Zeugen hatten einen Mann per Fahrrad davonfahren sehen. Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe der Geschehnisse werde geprüft, ob der 50-Jährige für beide Taten in Betracht komme, sagte ein Polizeisprecher. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz der Polizei übernahm die Ermittlungen.

Bei dem Molotowcocktail-Anschlag auf das Paul-Löbe-Haus des Bundestags waren auch Flugblätter hinterlassen worden. Ebenso sahen Zeugen einen flüchtenden Radfahrer. Im vergangenen Jahr hatte es ähnliche Anschläge auf die CDU-Bundeszentrale und auf den Reichstag gegeben.

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