Bundeswehr

Von der Leyen nennt Afghanistan-Einsatz "Krieg"

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan in den vergangenen Jahren als „Krieg“ bezeichnet.

Berlin - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan in den vergangenen Jahren als „Krieg“ bezeichnet.

„Wir sind die Leitnation im Norden Afghanistans gewesen über viele, viele Jahre und haben dort eben auch gekämpft. Das ist zurecht als Krieg bezeichnet worden“, sagte sie am Montag im ARD-„Morgenmagazin“.

Der Begriff Krieg war von deutschen Politikern lange Zeit für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan vermieden worden. Zuerst verwendete ihn 2010 der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), als er sagte, man könne „umgangssprachlich“ von Krieg sprechen. Von der Leyens Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) war zurückhaltender und nannte die Afghanistan-Mission einen „Einsatz wie im Krieg“. Der frühere Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach mit Hinweis auf das Völkerrecht sogar nur von einem „bewaffneten Konflikt“.

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Die Bundeswehr beendet ihren Kampfeinsatz in Afghanistan offiziell Ende dieses Jahres. Schon jetzt ist sie aber kaum noch an Kampfhandlungen beteiligt. Im Zuständigkeitsgebiet der Bundeswehr im Norden Afghanistans haben die afghanische Armee und Polizei bereits die volle Verantwortung für die Sicherheit übernommen.

dpa

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