Liebestolles Wildschwein aus Südhessen erlegt

Stockstadt. Das Wildschwein, das in der vergangenen Woche im Naturschutzgebiet Kühkopf mehrere Menschen angegriffen und zum Teil schwer verletzt hat, ist tot.

Jäger erschossen den zwei Jahre alten Keiler in der Nähe von Stockstadt in Südhessen, wie das Forstamt Groß-Gerau am Freitag mitteilte.

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Das 96 Kilogramm schwere Tier soll nun im Hessischen Zentrallabor in Gießen untersucht werden, um die Ursachen für seine seltsame Verhaltensstörung herauszufinden. Möglicherweise war das Wildschwein „liebestoll“, wie die Experten erläuterten. Männliche Wildschweine würden meist mit Beginn der Geschlechtsreife unverträglich, sobald Anfang November die Paarungszeit einsetze. Untersucht wird aber auch die Möglichkeit, dass das Wildschwein Tollwut hatte.

Da nicht endgültig ausgeschlossen werden könne, dass irrtümlich nicht das gesuchte Tier erlegt wurde, bleibe die Warnung für Spaziergänger noch einige Tage bestehen, sagte Forstamtsleiter Wolfram Hammes.

Knapp eine Woche lang hatte das Wildschwein Wanderer in dem knapp 2500 Hektar großen Naturschutzgebiet in Schrecken versetzt. Zwei Menschen waren bei den Attacken schwer verletzt worden. Andere konnten sich auf Hochsitze oder Aussichtstürme retten.

Auch Radfahrer waren von dem Tier verfolgt und angegriffen worden. Selbst vor parkenden Autos hatte der Keiler nicht haltgemacht und Außenspiegel und Rücklichter demoliert. (dpa/lhe)

Rubriklistenbild: © dpa

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