Schokoladen-Produzent Rausch setzt auf eine Philosophie und Top-Kakaobohnen

Er liebt edle Schoko-Nikoläuse

Schokolade ist seine Leidenschaft: Jürgen Rausch macht gute Geschäfte und unterstützt den fairen Handel. Foto: dpa

Peine. Zur Advents- und Weihnachtszeit kommen rein statistisch auf jeden Bundesbürger – ob Baby oder Rentner – anderthalb Weihnachtsmänner aus Schokolade. Etwa 150 Millionen Schoko-Figuren aller Größen, Formen und Füllungen werden 2011 in Deutschland hergestellt, schätzt der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Ein Viertel davon geht ins Ausland.

Allein der Edelschokoladen-Hersteller Rausch in Peine produziert drei Millionen Weihnachtsmänner und Nikoläuse – zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das berichtet Jürgen Rausch, der das Familienunternehmen in der vierten Generation führt. Damit liegt das Unternehmen beim Weihnachtsgeschäft deutlich über dem Branchenschnitt. Für das Jahr 2011 erwartet der Firmenboss ein Umsatzwachstum von 15 Prozent auf mehr als 125 Millionen Euro – und damit erneut einen zweistelligen Zuwachs. Das Unternehmen beschäftigt in vorweihnachtlichen Spitzenzeiten an den Standorten Peine und Berlin bis zu 650 Mitarbeiter.

Bei Rausch jedoch hat sich seit 2005 der Umsatz mehr als verdoppelt. Dies führt der Chef auf eine konsequente Qualitäts- und Marketingpolitik zurück.

Das Wachstum seines Unternehmens führt Rausch auch auf eine kreative Produktpolitik zurück. So wurde eine 50-Gramm-Flachtafel erfolgreich eingeführt, die „gut in eine Damenhandtasche passt“. Denn Frauen essen noch immer deutlich mehr Schokolade als Männer.

Zweiter Erfolgsgarant: Es wird nur Edelkakao verwendet. „Wir sind inzwischen in Europa der größte Verarbeiter.“ Edelkakao macht aber nur fünf Prozent der Welt-Kakaoernte aus. Rausch bezieht ihn von Plantagen aus Neu-Guinea bis Tobago. Er verzichtet auf Zwischenhändler und arbeitet direkt mit den Plantagen zusammen, die meist Kooperativen von Kleinbauern sind. Dies mache die Firma unabhängig von den teils extremen Schwankungen des Weltmarktpreises.

Chinesen lieben Schokolade

Für den Unternehmer Rausch ist dieses Konzept auch „eine Herzenssache“. Mit einer privaten Stiftung unterstützt er soziale Projekte in seinen Anbauregionen. Für eine Organisation der gesamten Schokoladenbranche ist er viel in kleinen Kakaoländern unterwegs, auch um den Kleinbauern technische Hilfe zu geben. „Ich bin 240 Tage im Jahr auf Plantagen in aller Welt unterwegs.“

Rausch-Schokoladen werden inzwischen in 31 Länder exportiert. Der Exportanteil liegt bei 20 Prozent und soll noch wachsen – vor allem in China. Rausch meint: „Die Chinesen sind auf den guten Schokoladengeschmack gekommen.“

Von Klaus Sievers

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