Ausharren vor der Küste Maltas

„Lifeline“ Rettungsschiff mit Flüchtlingen: Italien verweigert weiterhin Hafeneinfahrt

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Seit Tagen harrt ein von Mission Lifeline betriebenes Rettungsschiff vor der Küste Maltas aus. Der italienische Innenminister verweigert das Anlegen im Hafen.

Malta - Der italienische Innenminister Matteo Salvini weigert sich weiter, das von einer deutschen Hilfsorganisation betriebene Schiff "Lifeline" mit mehr als 230 Flüchtlingen an Bord in Italien anlegen zu lassen. Der Hafen, den das Boot anlaufen werde, werde kein italienischer sein, sagte Salvini am Montag nach der Rückkehr von einem Überraschungsbesuch in Libyen vor Journalisten. Die Hilfsorganisationen seien "bewusst oder unbewusst Komplizen" der Schlepper.

Das von Mission Lifeline betriebene Rettungsschiff harrt seit Tagen rund 55 Kilometer vor der Küste des EU-Mitgliedstaats Malta aus. Malta und Italien hatten schon dem Schiff "Aquarius" mit mehr als 600 Flüchtlingen an Bord das Anlaufen verboten.

"Italien anlaufen - das können sie vergessen!", hatte Salvini, Chef der fremdenfeindlichen Lega-Partei, bereits am Samstag im Online-Netzwerk Facebook geschrieben. Er wolle "dem Geschäft der Schlepper und der Mafia ein Ende setzen". Italiens neue populistische Regierung weigert sich grundsätzlich, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.

afp

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