Linke: Guttenberg sollte zurücktreten

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Der Fraktionsvize der Linken im Bundestag: Jan van Aken.

Berlin - Angesichts der aktuellen Bundeswehr-Affären, hat die Linke im Bundestag Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) den Rücktritt nahegelegt.

Der CSU Politiker sollte “lieber heute als morgen zurücktreten“, sagte Fraktionsvize Jan van Aken am Donnerstag in Berlin. Guttenberg habe Fehler gemacht und gebe den “kernigen Minister, der ab und an jemanden feuert, wenn die 'Bild'-Zeitung es ihm nahelegt“. Zur Aufklärung der aktuellen Vorfälle sollte eine unabhängige Kommission eingerichtet werden.

Guttenberg: Der "Top Gun"-Minister a.D.

Er sieht aus wie Hollywood-Star Tom Cruise im Action-Film "Top Gun": Verteidigungsminister a.D. Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Der Grund für diesen coolen Auftritt?  © AP
Guttenberg ist auf dem Flugzeugträger "USS Harry S. Truman" an einem unbekannten Ort im Mittelmeer südlich von Sizilien gelandet. © AP
Die USS Harry S. Truman (CVN-75) ist der achte Flugzeugträger der atomgetriebenen Nimitz-Klasse der US Navy. © AP
Laut Verteidigungsministerium ist dieser Einsatz auch im deutschen Interesse. Denn die Bundeswehr-Fregatte "Hessen" gehört zum begleitenden Konvoi des US-Flugzeugträgers. © AP
Die "Hessen" ist seit Mai als erstes deutsches Schiff Teil der US-Trägergruppe. Die begleitenden Schiffe sollen den amerikanischen Flugzeugträger vor möglichen Bedrohungen schützen. © AP
Für unseren Verteidigungsminister war es eine spektakuläre Landung: Das Fangseil bremste Guttenbergs Flugzeug in nur zwei Sekunden von 190 auf 0 km/h, berichtet die "Bild"-Zeitung.   © AP
Guttenberg erschien in kompletter Fliegermontur. © AP
Außerdem knipste er mit seinem Handy ein paar Fotos vor Ort. © AP
Der Minister im Landeanflug auf die "USS Harry S. Truman". © AP
Guttenberg beim Aktenstudium in einem Bundeswehr-Airbus A319 CJ. © dpa
Guttenberg beim Aktenstudium in einem Bundeswehr-Airbus A319 CJ. © AP
Guttenberg steigt auf dem Berliner flughafen Tegel in den Bundeswehr-Airbus A319 CJ. © dpa
Guttenberg steigt auf dem Berliner flughafen Tegel in den Bundeswehr-Airbus A319 CJ. © AP

Doch gehe es nicht allein um Guttenberg, fügte der Linken-Politiker hinzu. “Die aktuell bekannten Vorfälle bei der Bundeswehr haben ihre Ursachen in der 'Armee im Einsatz'. Vom Konzept der Staatsbürger in Uniform bleibt in Kriegszeiten immer weniger übrig“, sagte van Aken. Das eigentliche Problem seien die Zustände in der Bundeswehr “in Zeiten des Krieges“, die zu einer Verschärfung der Ausbildung, einer Verrohung und Traumatisierung von einzelnen Soldaten unter realen Kriegsbedingungen sowie eine Ausrichtung der Personalführung an harten Einsatzbedingungen führten.

dapd

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