Logischer Schritt - Kommentar zur Hausdurchsuchung bei Wulff

Am Freitag hat die Staatsanwaltschaft Hannover das Privathaus von Ex.-Bundespräsident Christian Wulff durchsucht. Dabei wurden Datenträger sichergestellt. Ein Kommentar.

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Hausdurchsuchung bei einem ehemaligen Bundespräsidenten - vor wenigen Wochen wäre das noch ein spektakulärer Vorgang gewesen. Doch nach all den Enthüllungen, Vorwürfen und inzwischen auch staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen haftet der Nachricht über Staatsanwälte im Hause Wulff schon nichts Besonderes mehr an.

Wolfgang Blieffert

Im Gegenteil: Nachdem das Haus und die Büroräume des Filmunternehmers David Groenewold durchsucht und umfangreiches Daten- und Aktenmaterial sichergestellt worden war, ist die Durchsuchung in Großburgwedel nur allzu logisch. Schließlich lautet der Vorwurf gegen Wulff auf Vorteilsannahme und gegen Groenewold auf Vorteilsgewährung. Dass die Ermittlungen zu schnellen Ergebnissen führen werden, ist nicht zu erwarten. Die Materie ist kompliziert, Indizien und Beweise für eine Anklagerhebung sind schwer zu finden.

Das mag angesichts der Erregung und Empörung der vergangenen Wochen unbefriedigend sein. Aber wir sollten auch in diesem Fall darauf vertrauen, dass die Mühlen der Justiz langsam, dafür aber gründlich mahlen.

Von Wolfgang Blieffert (bli@hna.de)

Fotos: Ermittler durchsuchen Wulffs Haus

Ermittler durchsuchen Wulffs Haus

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