Lokführergewerkschaft GDL mit Cantus einig

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Frankfurt. Nach zehn Monaten hartem Ringen haben sich die Lokführergewerkschaft GDL und die nordhessische Cantus-Bahn auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

In einem Haustarifvertrag ist nach GDL-Angaben für alle Berufsgruppen bei Cantus für das Jahr 2012 eine Lohnerhöhung von fünf Prozent verankert, für 2013 nochmals rund drei Prozent. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2014. Den Durchbruch brachte ein Schlichtungsverfahren unter Vorsitz des früheren sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU).

Den Abschluss vom Wochenende kommentierte Cantus-Geschäftsführer Andreas Ortz am Montag mit den Worten: „Wir sind am Rande des wirtschaftlich Tragbaren“. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) habe bewiesen, „dass sie einen großen Teil der Belegschaft hinter sich hat“ und habe auch Cantus „empfindlich getroffen“, sagte Ortz. Streiks hatten den Schienenverkehr mehrfach behindert.

In Hessen ist der Konflikt noch nicht endgültig beigelegt: Mit der Hessischen Landesbahn (HLB) will sich die GDL an diesem Freitag (25.11.) wieder an den Verhandlungstisch setzen. Dann will das landeseigene Unternehmen nach früheren Angaben ein verbessertes Angebot vorlegen. Der Tarifkonflikt bei der HLB und deren Tochtergesellschaft Vectus dauert seit Februar.

Eine GDL-Sprecherin sagte am Montag: „Die HLB hat den Rahmenregelungen bereits zugestimmt, deswegen wollen wir nun etwas mehr erreichen als bei Cantus.“ Die GDL strebt für Lokführer bei Bahnkonkurrenten einen Tarifvertrag auf dem Niveau der Deutschen Bahn AG an. (dpa)

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