Luchskameras: Hessen-Forst wartet noch auf endgültiges Datenschutz-Nein

Kassel. Anders als am Montag von Hessens Umweltministerium mitgeteilt, laufen vorerst doch noch Luchskontrollkameras in hessischen Wäldern.

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Nach dem Hinweis des Landes-Datenschutzbeauftragten, alle Überwachungskameras im Wald sollten verschwinden, habe man sich um Ausnahmegenehmigungen unter anderem zur Luchskontrolle bemüht. Das sagte eine Sprecherin des Landesbetriebes Hessen-Forst in Kassel auf Anfrage. Offiziell habe der Datenschutz im Lauf der Diskussion auf dieses Ersuchen noch nicht geantwortet. Daher seien noch Kameras in Betrieb.

Hessen-Forst richtet sich aber aufs Abschalten ein: Man werde ein endgültiges Nein befolgen und die Apparate ohne weitere Bemühungen um Ausnahmen stilllegen. Schon die bisher gewonnenen Bilder hätten gute Erkenntnisse gebracht, sagte die Sprecherin: Es sei nun klar, dass sich die Population der neu nach Hessen eingewanderten Luchse stabilisiert habe.

Die vom Datenschutz betonte Bedeutung des Waldes als Raum ohne Überwachungstechnik, in dem Menschen sich unbeobachtet wohlfühlen sollten, nehme auch Hessen-Forst ernst, so die Sprecherin des Landesbetriebes gegenüber unserer Zeitung.

Wie weiter bekannt wurde, hat Hessen-Forst bereits Anfang August alle Revierleiter, Jagderlaubnisscheininhaber undPächter staatlicher Jagdbezirke über die Bedenken des Datenschutzes informiert. Unter Hinweis auf Versuche, über Ausnahmen zu verhandeln, hatte der Landesbetrieb damals gleichwohl alle Forstämter gebeten, die Wildbeobachtungskameras, die „in Jägerkreisen mittlerweile sehr verbreitet“ seien, stillzulegen. (wrk)

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