Ludwig Georg Braun mit Preis für Baukultur ausgezeichnet

Frankfurt. Der Melsunger Unternehmer Ludwig Georg Braun ist mit dem Preis für Baukultur in Hessen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) ausgezeichnet worden.

Für den BDA würdigte der zweite Vorsitzende des BDA Kassel, Alexander Reichel, das Engagement des Unternehmers. Die zwischen 1987 und 2001 entstandene Werksanlage Pfieffewiesen in Melsungen der Architekten James Stirling und Michael Wilford sei inzwischen ein Teil der neueren Architekturgeschichte und Vorbild für andere Unternehmen, die ihre Philosophie auch über Architektur nach außen tragen wollten.

Für Braun sei Baukultur ein Teil der Unternehmenskultur, deshalb gebe es auch ein Handbuch für Corporate Architecture für das weltweit tätige Unternehmen. Ziel ist es, Gebäude zu entwickeln, die sich harmonisch in ihre Umwelt einfügen, ortsübliche Materialien zu verwenden, nachhaltig und natürlich nutzerfreundlich zu bauen. Braun sei ein Bauherr, "von dem viele Kommunen nur träumen können."

Dass Braun weltweit tätig ist, zeigte sich auch bei der Preisverleihung am Freitag Abend im Architekturmuseum in Frankfurt: Der Firmenchef selbst hatte einen Termin beim Ministerpräsidenten von Malaysia, so dass Finanzvorstand Heinz-Walter Große den Preis entgegennahm. Er bestätigte, dass Braun, wenn es um Architektur gehe, in seinem Element sei.

Mit dem Preis würdigt der BDA Personen, Kommunen oder Institutionen, die sich um die Baukultur verdient gemacht haben. Zu den weiteren Preisträgern zählt die frühere Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner (FDP), und das mit drei Milliarden Euro ausgestattete Hochschulbauprogramm Heureka, mit dem das Land Hessen die Universitäten und Fachhochschulen bis 2020 auf den neuesten Stand bringen und den Typ der Campus-Universität weiterentwickeln will. (wet)

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