Libyen: Regierung dementiert Tod von Gaddafi-Sohn

Bengasi - Libyschen Rebellen haben berichtet, der jüngste Sohn von Machthaber Muammar al Gaddafi sei bei einem Luftangriff der NATO umgekommen. Doch die libysche Regierung dementiert.

Die libysche Regierung hat dementiert, dass der Gaddafi-Sohn Chamis bei einem Nato-Luftangriff getötet worden sei. Berichte aus Rebellenkreisen, wonach der Sohn von Machthaber Muammar al-Gaddafi bei einem Nato-Bombardement ums Leben gekommen sei, wies die Führung in Tripolis am Freitag als “falsch und erfunden“ zurück, wie der arabische Nachrichtensender Al-Arabija berichtete.

Libyen: Koalition bombardiert Gaddafi-Truppen

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Der Gaddafi-Sohn befehligt eine Eliteeinheit, die an der Front bei Misrata kämpft. Nach ersten Berichten soll er beim Nato-Bombardement einer Kommandozentrale in Slitan, 160 Kilometer östlich von Tripolis, ums Leben gekommen sein. Zusammen mit ihm sollen dabei 30 weitere Regierungssoldaten getötet worden sein.

Die Nato bestätigte lediglich, im fraglichen Zeitraum Ziele in Slitan angegriffen zu haben, darunter ein Munitionslager und eine nicht näher bezeichnete militärische Anlage.

Chamis al-Gaddafi war von den Rebellen bereits am 20. März nach einem Angriff auf die Gaddafi-Residenz in Bab al-Asisija in Tripolis für tot erklärt worden. Gaddafis Sohn Saif al-Arab war wiederum nach Darstellung des Regimes bei einem Nato-Bombardement im April getötet worden. Doch auch an dieser Version bestehen Zweifel.

dapd/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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