Anschlag in Berlin

Maas entschuldigt sich bei Terror-Hinterbliebenen und gesteht großen Fehler

Ein Jahr nach dem Terroranschlag von Berlin hat sich Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) bei Opfern und Hinterbliebenen dafür entschuldigt, dass die Politik nicht ausreichend auf die Folgen eines solchen Angriffs vorbereitet war.

Berlin - In einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ bekräftigte er am Dienstag zudem, dass eine Koordinierungsstelle in einem Ministerium eingerichtet werden sollte, damit Opfer und Angehörige bei einem künftigen Anschlag sofort einen direkten Ansprechpartner auf Bundesebene hätten. Einen entsprechenden Vorschlag hatte auch der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Kurt Beck, unterbreitet.

„Wir waren nicht ausreichend auf die Folgen eines solchen Terroranschlags für die Betroffenen vorbereitet. Dafür können wir uns bei den Opfern und Hinterbliebenen nur entschuldigen“, schrieb Maas. Der SPD-Politiker folgte zudem den Vorschlägen Becks nach einer besseren finanziellen Unterstützung für Verletzte und Hinterbliebene sowie nach einer einheitlichen Entschädigung unabhängig von Nationalität und benutzter Tatwaffe.

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Bei dem bislang schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland waren am 19. Dezember 2016 zwölf Menschen getötet worden.

dpa

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