Transatlantisches Verhältnis

Macron: Militärisch enger mit USA arbeiten

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US-Präsident Donald Trump (r) und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Weißen Haus in Washington. Foto: Andrew Harnik/AP

Paris (dpa) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will in bestimmten Politikfeldern die Zusammenarbeit mit den USA ausbauen.

Im transatlantischen Verhältnis sei es notwendig, die gemeinsame Strategie mit Donald Trump auf das politisch Militärische und den Kampf gegen den Terrorismus zu konzentrieren, sagte Macron in einem Interview mit der Sonntagszeitung "Journal du Dimanche". Wenn er mit dem US-Präsidenten spreche, wisse er allerdings, dass dessen Außenpolitik stets von innenpolitischen Zielen bestimmt sei.

In dem Interview äußerte Macron sich zu diversen Aspekten der französischen Außenpolitik. Die Luftschläge auf syrische Chemiewaffeneinrichtungen, die Frankreich Mitte April gemeinsam mit den USA und Großbritannien durchgeführt hatte, lobte Macron als eine "komplexe, sehr erfolgreiche Operation". Die drei Staaten hatten damit nach eigener Darstellung auf den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg reagiert.

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, der Syriens Machthaber Baschar al-Assad unterstützt, begegne er "ohne jede Naivität", sagte Macron. "Putin hat verstanden, dass ich kein Neo-Konservativer bin. Ich bin kein Interventionist, ich will keinen Krieg gegen das syrische Regime führen." Er wolle vielmehr den "Dialog der Wahrheit" mit Putin über Syrien weiterführen.

Macrons Wahl zum Präsidenten jährt sich am Montag zum ersten Mal. Laut dem "Journal du Dimanche" verbrachte er knapp ein Fünftel seines ersten Amtsjahrs im Ausland. Zuletzt absolvierte Macron einen Staatsbesuch in den USA und reiste nach Australien und ins französische Überseegebiet Neukaledonien .

Auszüge des JDD-Interviews (frz.)

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