Ex-Kommunikationschef

Michael Ramstetter war auch Chefredakteur der ADAC Motorwelt - ein Porträt

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Im Zentrum des Skandals: Die einstige Stimme des ADAC, Michael Ramstetter.

„Ich werde mit dem Neubau in Pension gehen, wenn ich beim ADAC bleiben sollte, wovon ich aber auch ausgehe“, sagte Michael Ramstetter (60) in der Sendung „Menschen in München“ des Senders München TV zu dem Journalisten Jörg van Hooven. Die beiden sprachen über den Neubau der ADAC-Konzernzentrale in der bayrischen Landeshauptstadt.

Im Jahr 2011 war das Unternehmen in das neue Gebäude gezogen.

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Bis zur Rente wird Ramstetter allerdings nicht mehr in diesem Gebäude tätig sein. Denn der Chef der Öffentlichkeitsarbeit des ADAC und der Chefredakteur der „ADAC Motorwelt“ hat mit sofortiger Wirkung sämtliche Funktionen im Verband niedergelegt. Grund sind die Manipulationen bei der Leserwahl zum Lieblingsauto der Deutschen. Den Autopreis „Gelber Engel“ hatte Ramstetter einst selbst ins Leben gerufen.

Im „Kress Report“ zeichnet der Journalist seinen Werdegang nach: Seine berufliche Laufbahn startete Ramstetter beim Münchner Merkur. Bei der Tageszeitung war er Redakteur für den Bayernteil, darauf folgten Redakteurstätigkeiten beim Süddeutschen Verlag, Ringier und beim Segel-Magazin bis hin zu Burda.

Für den Verlag war Ramstetter 16 Jahre tätig, ehe er zum ADAC ging. Dort war er auch Leiter der Unternehmenskommunikation. Der Wechsel zum ADAC erfolgte 1998. Seitdem ist er dort Kommunikationschef und Chefredakteur der ADAC Motorwelt.

Mit monatlich rund 13,8 Millionen Exemplaren ist die ADAC Motorwelt nach eigenen Angaben die auflagenstärkste Zeitschrift Europas. Das ADAC Magazin sei das wichtigste Bindeglied zwischen Mitgliedern und Verein, sagte er einmal in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Weil man sonst ja eigentlich nur merke, dass man in dem Club ist, wenn man eine Panne hat.

Für Rentner und Frauen

Das „ADAC Magazin“ soll ein Blatt für alle sein, „für Führerschein-Anfänger wie für Rentner und auch für Frauen“, sagte Ramstetter der Süddeutschen Zeitung. Dass es also für das Image des ADAC wichtig sei, wenn die Leser das Blatt „mögen und nicht aus dem Briefkasten in die Mülltonne kippen“.

Deshalb tue er sich manchmal schwer, wenn er Kommentare zu politischen Themen schreibt - wo in seinem Publikum doch jede Couleur zu orten sei, so Ramstetter. „Man darf die Gefühle der Mitglieder nicht verletzen.“

Über Ramstetters Privatleben ist in der Öffentlichkeit nichts bekannt. Seine Hobbys nennt er im Kress Report: Dazu zählen Segeln, Skifahren, Golf, Gartenarbeit und Literatur. (dpa/sas)

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