"Völliger Quatsch"

Mandela-Trauerfeier: "Gebärdensprachdolmetscher ist Schande für die Zunft"

Bei der Trauerfeier zu Nelson Mandelas Beerdigung war ein Gebärdensprachdolmetscher dabei. Allerdings hat er immer nur die gleichen Handbewegungen gemacht. Wir sprachen mit  Gebärdensprachdolmetscherin Karin Kestner. Sie  bezeichnet den Übersetzer bei der Trauerfeier als Schande für ihre Zunft. 

„Ich habe mir das Video angeschaut und es ist völliger Quatsch, was er da macht. Er macht nur ein paar Handbewegungen, die es gar nicht gibt. Er hat höchstens zufällig mal ein Wort dargestellt. Aber was er da gemacht hat, hatte nichts mit Übersetzen zu tun. Ich habe keine Ahnung, wie es so jemand geschafft hat, bei einer so wichtigen Feier als offizieller Dolmetscher für Gebärdensprache dabei zu sein“, sagt die 57-Jährige. Sie arbeitet bereits seit 20 Jahren als Dolmetscherin. Kestner bietet zusätzlich Hilfe für Eltern gehörloser Kinder an.

In einem Interview mit der Zeitung "The Star" sagte der Mann namens Thamsanqa Jantjie am Donnerstag, er habe bei der Trauerfeier einen plötzlichen Anfall von Schizophrenie erlitten. Er habe die Konzentration verloren, angefangen zu halluzinieren und Stimmen zu hören, sagte Jantjie. Gehörlose hatten ihn anschließend als Betrüger bezeichnet und ihm vorgeworfen, nur "mit den Armen gewedelt" zu haben.

- Das Original-Video von Mandelas Trauerfeier

- Video: Hier lernen Sie das Fingeralphabet

- In diesem Video werden Wünsche und Grüße erklärt

- Und hier lernen Sie, wie Sie die Handzeichen für Ihre Familienmitglieder kennen

Fotos: Südafrika trauert um Nelson Mandela

Bilder: Südafrika trauert um Nelson Mandela

Rubriklistenbild: © AFP

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