Gasexplosion in Bremerhaven: Mann schwer verletzt

+

Bremerhaven. Bei einer Gasexplosion in Bremerhaven ist am Sonntagmorgen ein Haus zerstört und ein 68 Jahre alter Mann schwer verletzt worden.

Er sei verschüttet worden, habe aber mit Rufen auf sich aufmerksam machen können, so dass er nach 30 Minuten geborgen werden konnte, teilte die Polizei mit.

Der Mann erlitt schwere Verbrennungen und wurde in eine Spezialklinik nach Hamburg gebracht. Ein 15-Jähriger, der im Garten eines Nachbargrundstücks zeltete, wurde von einem umherfliegenden Stein leicht am Rücken verletzt. Die Polizei sprach anfangs von einem zweiten leicht verletzten Jungen. Der Zehnjährige hatte das Zelt aber in der Nacht verlassen und im eigenen Bett geschlafen, wie sich später herausstellte.

Nach der Explosion wurden 22 Häuser evakuiert, weil zunächst die Gasleitungen abgedichtet werden mussten. 45 betroffene Anwohner konnten am Nachmittag in ihre Häuser zurück, nachdem sie in einer Turnhalle untergebracht worden waren. Jedoch wurden die unmittelbar angrenzenden Häuser so stark beschädigt, dass sie vermutlich nicht mehr bewohnt werden können, sagte ein Polizeisprecher. Bis zu zehn Menschen müssten deshalb zunächst bei Bekannten oder Verwandten unterkommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Gas aus einer defekten Leitung ausgetreten war. Das explosive Gemisch entzündete sich dann vermutlich, als der 68-jährige Nachbar die Haustür aufmachte.

Er wollte auf Bitten des in dem Reihenhaus wohnenden älteren Paars nach dem Rechten sehen. Die Polizei wies darauf hin, dass die Explosion noch gravierende Folgen hätte haben können, wenn das Unglück an einem Wochentag passiert wäre - in der Nachbarschaft sind Schule und Kindergarten angesiedelt.

Das Reihenhaus wurde bei der Explosion zerstört, so dass inmitten der Siedlung nun ein riesiges Loch klafft. Es handelt sich um eine ältere Siedlung in Bremerhaven-Lehe. Auch die direkt angrenzenden Häuser wurden erheblich beschädigt, an anderen Gebäuden wurden die Dächer beschädigt, Fenster gingen zu Bruch. Die Polizei sprach in einer vorsichtigen Schätzung von einem Gesamtschaden von mehreren hunderttausend Euro. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.