Kleines Dorf klagte gegen Verwechslung

Hannover/Lemförde. Im Gerichtsstreit um Verwechslungen zwischen dem niedersächsischen Dorf Marl am Dümmersee mit der gleichnamigen Ruhrgebietsstadt hat die klagende Gemeinde eine Niederlage erlitten.

Das Verwaltungsgericht Hannover wies am Montag die Klage der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde ab, sagte ein Gerichtssprecher. Das Landesamt für Statistik habe sich an die gesetzlichen Vorgaben gehalten (AZ.: 10 A 6042/12).

Weil das 700-Einwohner-Örtchen im Kreis Diepholz mit der deutlich größeren Stadt im Kreis Recklinghausen verwechselt werde, habe das Dorf in der Einwohnerstatistik deutlich weniger Einwohner als in der Realität, hatte ein Sprecher der Kommune erläutert. Die Kommune erhalte deshalb zu geringe Zuweisungen des Landes Niedersachsen beim Finanzausgleich.

Die Gemeinde hatte die falschen Meldezettel beanstandet und unter anderem verlangt, die offizielle Einwohnerstatistik mit ihrem eigenen Melderegister abzugleichen. Das halten die Richter nicht für möglich. Ein Abgleich mit der eigenen Meldedatei sei auch deshalb nicht zulässig, weil auch diese Datei nicht unbedingt richtig sein müsse. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolbild dpa

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