Früherer SPD-Chef findet deutliche Worte

Martin Schulz wirft US-Botschafter Unfähigkeit vor

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Richard Allen Grenell, der neue US-Botschafter vor dem Schloss Bellevue.

Der frühere SPD-Chef Martin Schulz findet eindeutige Worte für den neuen US-Botschafter in Deutschland. Die Bundesregierung teilt teilweise die Ansicht Schulz‘.

Berlin - Der frühere SPD-Chef Martin Schulz hat dem neuen US-Botschafter Richard Grenell vorgeworfen, sich völlig daneben zu benehmen und für seine Aufgabe ungeeignet zu sein. „Grenell benimmt sich nicht wie ein Diplomat, sondern wie ein rechtsextremer Kolonialoffizier“, sagte Schulz am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Grenell hatte der konservativen Online-Plattform Breitbart gesagt: „Ich denke, die Wahl von Donald Trump hat die Menschen befähigt zu sagen, dass sie es einfach nicht zulassen können, dass die politische Klasse (in Europa) vor einer Wahl entscheidet, wer diese gewinnt und wer kandidiert.“ Er bekannte sich dazu, unbedingt andere Konservative in ganz Europa stärken zu wollen.

Schulz, der vor seiner Tätigkeit in Berlin fünf Jahre Präsident des Europaparlaments war, betonte: „Botschafter sind Vertreter ihrer Staaten und nicht von politischen Bewegungen.“ Es sei aber nicht erstaunlich, dass Trump ihn ausgesucht habe, sagte Schulz. Auch die Bundesregierung hat ihr Befremden über die Aussagen ausgedrückt.

dpa

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