10 000 Kulturgüter aus Bibliotheken und Archiven im Portal Kulturerbe Niedersachsen

Per Mausklick ins Museum

Die Schlossruine Hardenberg auf einem Stich von 1833: Solche Werke wie dieses Stammbuchblatt des Studenten Wilhelm Ludwig Theodor Hoeck können Besucher des Online-Portals Kulturerbe Niedersachsen finden und auch herunterladen.   Foto: SUB Göttingen/nh

Hannover / Göttingen. Von der Moorleiche bis zum Sachsenspiegel, vom Porträt des Göttinger Universalgelehrten Georg Christoph Lichtenberg bis zum Stich der Hardenberg’schen Schlossruine von 1833: Rund 10 000 Kulturgüter aus ganz Niedersachsen können seit Dienstag im Internet besichtigt werden.

Die Online-Plattform „Kulturerbe Niedersachsen“ präsentiert kostenlos Gemälde, wertvolle Bücher und andere Kulturschätze. Das Portal solle Museen aber keine Konkurrenz machen, sagte Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) in Hannover. Als „Schaufenster“ solle es Appetit machen, auch die Originale zu besichtigen.

In vielen Fällen können Neugierige sich die Kulturschätze aber online genauer anschauen als im Museum, denn besonders wertvolle oder empfindliche Ausstellungsstücke sind im Original oft nur eingeschränkt zugänglich. An manche Gemälde kann man mit ein paar Mausklicks so nah heranzoomen, dass jeder einzelne Pinselstrich sichtbar wird.

Besucher der Plattform „Kulturerbe Niedersachsen“ können direkt nach einzelnen Objekten suchen, sich in bestimmten Epochen umsehen oder direkt die sieben Kultureinrichtungen anklicken, die bislang Objekte beigesteuert haben. Dazu zählen neben der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen das Herzog-Anton-Urich- Museum in Braunschweig, die Leibniz-Landesbibliothek, das Landesarchiv und Landesmuseum in Hannover, die Landesbibliothek Oldenburg und die Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel.

Stammbuchsammlung

In der digitalen Sammlung der Göttinger Bibliothek finden Online-Gäste Gedruckte Werke, die Porträtsammlung, die Stammbuchsammlung und weitere Archivalien aus der Universitätsgeschichte.

Auf der gesamten Plattform helfen kurze, erklärende Texte bei der Orientierung. Zu sehen sind unter anderem auch die berühmteste Moorleiche des Landes, der Rote Franz, und der Sachsenspiegel, das einflussreichste, deutschsprachige Rechtsbuch des Mittelalters.

Die Plattform sei in dieser Form einzigartig, auch wenn andere Bundesländer „kräftig am Basteln“ seien, betonte der Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Norbert Lossau, bei der Vorstellung in Hannover. (p/lni) www.kulturerbe.niedersachsen.de

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