Auch McAllister fühlt sich von Ex-Wulff-Sprecher "beschissen“

Hannover. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) sieht sich in der Lobby-Affäre um Olaf Glaeseker von dem ehemaligen Sprecher des Bundespräsidenten Christian Wulff getäuscht.

Glaeseker habe eine unorthodoxe Arbeitsweise gehabt „und er hat offenkundig außerhalb der üblichen Kontrollen gehandelt“, sagte McAllister der „Bild“-Zeitung (Dienstag) in einem Interview. Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) hatte am 20. Januar am Rande der Plenarsitzung Glaeseker heftig kritisiert: „Ich fühle mich von Olaf Glaeseker beschissen.“

Dieser Ausdruck drücke „das allgemeine Empfinden der Landesregierung aus“, sagte McAllister der „Bild“. Der unter Korruptionsverdacht stehende Glaeseker hat McAllister zufolge für die umstrittene Lobby-Veranstaltung Nord-Süd-Dialog „wohl einiges nicht nur vom Büro aus geregelt. Wir haben in der Staatskanzlei nur wenige Unterlagen gefunden, und wenn, zumeist da, wo man sie nicht vermuten würde.“

Die Landesregierung werde aber alle nötigen Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben. McAllister hatte nach eigenen Angaben seit Monaten keinen Kontakt mehr zu Glaeseker. Für die Staatskanzlei sei der Wulff-Vertraute seit Wochen nicht zu erreichen, sagte der Ministerpräsident. (dpa)

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