McAllister ist offen für neue Koalitionen

David McAllister

Hannover. Sollte die niedersächsische FDP bei der Landtagswahl 2013 den Sprung ins Parlament verpassen, kann sich Ministerpräsident David McAllister auch Koalitionen mit SPD und Grünen vorstellen.

„Wir Christdemokraten wissen, dass wir mit Sozialdemokraten und Grünen zwei demokratische Mitbewerber haben, mit denen wir reden können“, sagte der CDU-Parteichef in Hannover. Generell gelte für ihn, „dass Demokraten untereinander gesprächs-, konsens- und letztlich koalitionsfähig sein müssen“. Am 20. Januar können die Niedersachsen über die neue Zusammensetzung ihres Landtags abstimmen.

Trotz des anhaltenden Umfragetiefs der Freidemokraten von unter Fünf-Prozent hofft McAllister aber weiterhin auf eine Fortsetzung der bisherigen schwarz-gelben Koalition. „Wir arbeiten seit 2003 gut mit der FDP zusammen“, betonte der 41-Jährige. Auch für die Zukunft sehe er die größten inhaltlich-politischen Schnittmengen mit den Freien Demokraten.

Parteiübergreifende Schützenhilfe vom großen Koalitionspartner CDU darf die FDP im Wahlkampf nach McAllisters Worten aber nicht erwarten. „Im Wahlkampf wirbt jede Partei für sich selbst.“ Genau wie der Hauptkontrahent SPD kämpfe die CDU um jede Erst- und Zweitstimme. "Meine Aufgabe ist es, die CDU zur stärksten Kraft zu machen."

Angesichts der Euro-Krisen-Politik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) rechnet McAllister bei der Wahl fest mit Rückenwind aus Berlin. "Die Menschen in Deutschland merken, dass die Zeiten ernster werden", sagte McAllister. Im Gegensatz zu den kleinen Parteien werde die CDU von den "veränderten wirtschafts- und finanzpolitischen Rahmenbedingungen" profitieren. "Die CDU war schon immer die Partei für schwierige Zeiten.“

Obwohl die CDU zuletzt in Umfragen zehn Prozentpunkte hinter ihrem Ergebnis von 2008 - damals noch mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Wulff - lag, kann sich McAllister nicht vorstellen, sein Amt bei der Wahl an SPD-Herausforderer Stephan Weil zu verlieren. „Ich denke nicht eine Sekunde an solche Alternativen.“ McAllister hatte das Amt im Juli 2010 von seinem Vorgänger Wulff übernommen, nachdem dieser zum Bundespräsidenten gewählt worden war. (lni)

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