CDU-Spitzenkandidat will in Niedersachsen bleiben

McAllister: Bei Wahl-Niederlage nicht nach Berlin

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David McAllister

Hannover. Niedersachsens CDU-Ministerpräsident David McAllister will auch nach einer Niederlage bei der Landtagswahl 2013 nicht in die Bundespolitik nach Berlin wechseln.

"Mein Platz ist in Niedersachsen", sagte der CDU-Spitzenkandidat für die Wahl am 20. Januar der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. "Nicht eine einzige Sekunde denke ich - und zwar weder öffentlich noch privat - darüber nach, was sonst passieren könnte. Vielmehr konzentriere ich mich ganz auf mein Ziel, auch nach dem 20. Januar Ministerpräsident zu bleiben."

Damit erteilte McAllister allen Spekulationen in der CDU und in den Medien eine klare Absage, wonach er nach einer Wahlpleite den Absprung zur Bundes-CDU plane. "Berlin steht gar nicht zur Debatte", betonte McAllister.

In der CDU gilt McAllister als Kronprinz von Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel. Es kursieren Gerüchte, McAllister könne nach der Landtagswahl zunächst Generalsekretär Hermann Gröhe beerben, um im Herbst nach einem CDU-Sieg bei der Bundestagswahl ein Ministeramt in Merkels Kabinett zu übernehmen.

Für McAllister ist dies nach eigenen Angaben alles kein Thema. "Wenn ich wirklich für den Fall der Fälle einen Absprung nach Berlin vorbereiten würde, dann hätte ich doch nicht die Aufstellung der niedersächsischen Landeslisten für Landtags- und Bundestagswahl auf einen Tag gelegt", sagte McAllister. Dadurch habe er öffentlich deutlich machen wollen, dass erst die Landtagswahl und dann die Bundestagswahl komme. "Ich konzentriere mich ganz auf den 20. Januar. Denn ich bin fest entschlossen, niedersächsischer Ministerpräsident zu bleiben. Mein Platz ist in Niedersachsen. In den nächsten fünf Jahren habe ich in Niedersachsen sehr viel vor."

Ein Blick auf die jüngsten Umfrageergebnisse zeigt, dass die Chancen zur Wiederwahl für McAllister trotz guter Ergebnisse für die CDU nicht so gut stehen. Grund dafür ist die Krise in der FDP, die seit einem Jahr bei drei bis vier Prozent dümpelt und erstmals seit 1998 den Sprung in den niedersächsischen Landtag zu verpassen droht. Dagegen liegen SPD und Grüne in allen Umfragen der vergangenen zwölf Monate klar vorn. Zuletzt vereinten Rot-Grün im Dezember je nach Umfrage zwischen 45 und 48 Prozent auf sich, für Schwarz-Gelb wurden maximal 43 Prozent notiert. (dpa)

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