drei weitere Militärs mit Asylstatus

Medienbericht: Anführer bei türkischem Militärputsch erhält Asyl in Deutschland

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Am 16. Juli 2016 ereignete sich der Putschversuch des Militärs in der Türkei. Insgesamt starben über 290 Menschen.

Ein mutmaßlicher Anführer des Putschs hat laut „Spiegel“-Bericht in Deutschland Asyl erhalten. Ihm werde Mitgliedschaft in einer Terrororganisation sowie Landesverrat vorgeworfen.

Ankara - Ein mutmaßlicher Anführer des gescheiterten Militärputschs in der Türkei vom Juli 2016* hat laut einem Bericht des "Spiegel" in Deutschland Asyl erhalten. Dem Magazin zufolge handelt es sich um den früheren Oberst Ilhami P., der zum Zeitpunkt des Putschversuchs Stabschef an der Militärakademie in Ankara gewesen sei. Ihm werde in der Türkei Mitgliedschaft in einer Terrororganisation sowie Landesverrat vorgeworfen.

Den türkischen Vorwürfen zufolge soll P. direkt an dem Putschversuch beteiligt gewesen sein und dabei eine wichtige Rolle gespielt haben. Mit der Zuerkennung des Flüchtlingsstatus wäre eine Auslieferung an die Türkei ausgeschlossen. Laut "Spiegel" gewährten die deutschen Behörden auch drei weiteren türkischen Militärs Asyl.

Betroffene sollen mehrfach Gegenstand von Verhandlungen gewesen sein

Die Betroffenen sollen bereits mehrfach Gegenstand von deutsch-türkischen Krisengesprächen gewesen sein. Dabei soll die Türkei auch die Freilassung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel angeboten haben, wenn Deutschland im Gegenzug die Militärs ausliefere.

P. sagte dem "Spiegel" dem Magazin zufolge, die deutsche Polizei habe ihm zur Vorsicht geraten, da es sein könne, dass der türkische Geheimdienst ihn aus Deutschland verschleppen wolle. Weiter sagte P. demnach, er würde gerne in die Türkei zurückkehren, müsse damit aber warten, bis der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan "endlich weg ist".

AFP

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