Hessens Kultusministerin Henzler tritt zurück

Kultusministerin Dorothea Henzler

Wiesbaden. Nach dem vorzeitigen Ausscheiden von Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) am Freitag, verlässt nun auch Kultusministerin Dorothea Henzler die Regierungsmannschaft von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Gegen ihren Willen, wie sie unumwunden einräumt. 

Ihren Entschluss teilte Henzler am Samstag auf dem FDP-Parteitag in Karlsruhe mit.

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„Als Kultusministerin habe ich mehr als drei Jahre mit Leib und Seele Bildungspolitik mit liberaler Handschrift gestaltet und hätte gerne gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Herbert Hirschler meine Arbeit bis zum Ende der Legislaturperiode fortgesetzt", kommentierte Henzler den Schritt. "Es besteht in meiner Partei jedoch der Wunsch nach einem Generationenwechsel noch in dieser Legislaturperiode." Henzler sagte weiter, sie werde sich diesem Wunsch beugen und spätestens bis zum 1. Juli 2012 zurücktreten.

Artikel aktualisiert um 18.40 Uhr.

Sie fühle sich für das Amt allerdings nicht zu alt, erklärte Henzler in Karlsruhe weiter. Das Ansinnen der Partei habe sie „überrascht“, sie beuge sich aber der Parteiräson. Über einen Nachfolger werde am Dienstag in Wiesbaden entschieden. Eine mögliche Kandidatin ist Nicola Beer, momentan Staatssekretärin für Europaangelegenheiten.

Bis zum Sommer will Henzler ihr Hauptprojekt - die Einführung selbstständiger Schulen - weiter vorantreiben. Danach wolle sie bis zum Ende der Legislaturperiode als einfache Abgeordnete im Parlament sitzen.

Nachdem Dieter Posch am Freitag seinen Rücktritt angekündigt hatte, waren bereits Spekulationen laut geworden, dass auch Henzler früher gehen werde. Offziell hieß es gestern allerdings noch, die in der Kritik stehende FDP-Kultusministerin wolle nicht vorzeitig aus dem Amt scheiden.

In Hessen wird Ende des kommenden Jahres ein neues Parlament gewählt. Nach einer Umfrage liegt die schwarz-gelbe Regierungskoalition hinter einem möglichen Bündnis von SPD und Grünen. (mak/dpa)

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