Medwedew ordnet Untersuchung zu Wahlbetrugsvorwürfen an

+
Protest in Moskau gegen Wahlbetrug bei der Parlamentswahl.

Moskau - Der russische Präsident Medwedew hat die Regierung mit einer Untersuchung zu den Betrugsvorwürfen bei der Parlamentswahl beauftragt. Auf Faceboook teilte der Präsident diese Entscheidung mit - und handelte sich dafür massive Kritik ein

Das teilte er am Sonntag über das soziale Onlinenetzwerk Facebook mit. Zuvor hatten am Samstag bei der größten Anti-Regierungs-Demonstration in Russland seit dem Ende der Sowjetunion zehntausende Menschen in Moskau und anderen Städten gegen mutmaßlichen Wahlbetrug protestiert. Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Wladimir Putin. Medwedew schrieb auf Facebook, er stimme den Forderungen der Kundgebungen nicht zu. Er habe aber die Regierung angeordnet, allen Berichten über mutmaßliche Wahlmanipulation nachzugehen.

Wütende Komentare von anderen Facebook-Usern

Mit seiner Stellungnahme zu den Vorwürfen des Wahlbetrugs hat sich der russische Präsident Dmitri Medwedew über das soziale Onlinenetzwerk Facebook am Sonntag innerhalb von nur einer Stunde mehr als 2.200 wütende Kommentare eingefangen. Nach den umfassendsten Protesten in Russland seit dem Ende der Sowjetunion schrieb Medwedew auf seiner Facebook-Seite, er stimme den Forderungen der Kundgebungen nicht zu. Er habe aber die Regierung angeordnet, allen Berichten über mutmaßliche Wahlmanipulation nachzugehen.

Lesen Sie auch:

100 000 protestieren gegen Wahlfälschung

Zahlreiche Internetnutzer reagierten mit Antworten wie “Schande!“ oder “Wir glauben dir nicht“. Andere Facebook-Aktivisten fragten den Präsidenten zynisch, ob er denn tatsächlich gegen die wesentliche Forderung der Demonstranten sei - also gegen den Slogan “Wir sind für faire Wahlen“. Einige schrieben, die jüngste Nachricht Medwedews habe sie noch in ihrer Entschlossenheit bestärkt, an einer weiteren, für den 24. Dezember geplanten Demonstration teilzunehmen.

Bei der größten Anti-Regierungs-Demonstration in Russland seit dem Ende der Sowjetunion hatten am Samstag zehntausende Menschen in Moskau und anderen Städten gegen mutmaßlichen Wahlbetrug protestiert. Die Demonstranten forderten auch den Rücktritt von Ministerpräsident Wladimir Putin.

dapd

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.