Mehr Angriffe auf Asylbewerberheime nach Pegida-Demos

Die Zahl der Angriffe auf deutsche Asylbewerberheime steigt dramatisch an. Wie der "Tagesspiegel" berichtete, zählten die Behörden im letzten Quartal des vergangenen Jahres bundesweit 67 rechtsextrem motivierte Straftaten - mehr als im gesamten Jahr 2013. Im bayerischen Vorra (Foto) griffen Rechtsextreme im Dezember 2014 zwei geplante Asylunterkünfte an. Foto: Daniel Karmann/Archiv
1 von 6
Die Zahl der Angriffe auf deutsche Asylbewerberheime steigt dramatisch an. Wie der "Tagesspiegel" berichtete, zählten die Behörden im letzten Quartal des vergangenen Jahres bundesweit 67 rechtsextrem motivierte Straftaten - mehr als im gesamten Jahr 2013. Im bayerischen Vorra (Foto) griffen Rechtsextreme im Dezember 2014 zwei geplante Asylunterkünfte an. Foto: Daniel Karmann/Archiv
Migrantenorganisationen und Konfliktforscher sehen nicht nur einen Zusammenhang mit den gestiegenen Flüchtlingszahlen. Sie vermuten auch, dass die Kundgebungen der Dresdner Pegida-Bewegung den Nährboden für diese Delikte bereitet haben. Foto: Arno Burgi/Archiv
2 von 6
Migrantenorganisationen und Konfliktforscher sehen nicht nur einen Zusammenhang mit den gestiegenen Flüchtlingszahlen. Sie vermuten auch, dass die Kundgebungen der Dresdner Pegida-Bewegung den Nährboden für diese Delikte bereitet haben. Foto: Arno Burgi/Archiv
Bei der jüngsten Pegida-Demo am Montag kamen nur noch 2000 Teilnehmer nach Dresden. Mit der Rückkehr von Gründer Lutz Bachmann rückte die islamkritische Bewegung aber weiter nach rechts. Foto: Arno Burgi
3 von 6
Bei der jüngsten Pegida-Demo am Montag kamen nur noch 2000 Teilnehmer nach Dresden. Mit der Rückkehr von Gründer Lutz Bachmann rückte die islamkritische Bewegung aber weiter nach rechts. Foto: Arno Burgi
In Düsseldorf protestierten am Montag weniger als 100 Anhänger des Pegida-Ablegers "Dügida". Die Polizei ermittelt gegen mehrere Teilnehmer, die unter anderem den Hitler-Gruß gezeigt und Nazi-Liedgut gesungen haben sollen. Foto: Maja Hitij/Archiv
4 von 6
In Düsseldorf protestierten am Montag weniger als 100 Anhänger des Pegida-Ablegers "Dügida". Die Polizei ermittelt gegen mehrere Teilnehmer, die unter anderem den Hitler-Gruß gezeigt und Nazi-Liedgut gesungen haben sollen. Foto: Maja Hitij/Archiv
Doch es gibt auch Zeichen für einen offenen Umgang mit Zuwanderern: Vor der Frauenkirche in Dresden breitete der Künstler Kurt Fleckenstein 175 muslimische Gebetsteppiche aus, um für Toleranz zu werben und sich gegen Pegida zu stellen. Foto: Arno Burgi
5 von 6
Doch es gibt auch Zeichen für einen offenen Umgang mit Zuwanderern: Vor der Frauenkirche in Dresden breitete der Künstler Kurt Fleckenstein 175 muslimische Gebetsteppiche aus, um für Toleranz zu werben und sich gegen Pegida zu stellen. Foto: Arno Burgi
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, hatte sich bereits im November besorgt über die stark gestiegene Zahl von Angriffen auf Asylbewerberunterkünfte geäußert. Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus stellten weiter eine erhebliche Gefahr dar. Foto: Britta Pedersen/Archiv
6 von 6
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, hatte sich bereits im November besorgt über die stark gestiegene Zahl von Angriffen auf Asylbewerberunterkünfte geäußert. Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus stellten weiter eine erhebliche Gefahr dar. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Berlin (dpa) - Die Zahl rassistischer Angriffe auf deutsche Asylbewerberheime steigt dramatisch an. Wie der "Tagesspiegel" berichtete, zählten die Behörden im letzten Quartal des vergangenen Jahres bundesweit 67 rechtsextrem motivierte Straftaten.

Das ist mehr als im gesamten Jahr zuvor. Die Attacken richteten sich gegen Unterkünfte oder ihre Bewohner - sie reichten von der Volksverhetzung bis zu Angriffen mit Waffen oder Brandsätzen.

Migrantenorganisationen und Konfliktforscher sehen nicht nur einen Zusammenhang mit den gestiegenen Flüchtlingszahlen. Sie vermuten auch, dass die Kundgebungen der Dresdner Pegida-Bewegung den Nährboden für diese Delikte bereitet haben.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), hatte sich bereits im November besorgt über die stark gestiegene Zahl von Angriffen auf Asylbewerberunterkünfte geäußert. Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen erklärte diese Woche: "Pegida ist eine islamfeindliche, rassistische Bewegung."

Der "Tagesspiegel" berief sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Danach gab es 2014 mehr als 150 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte. Das sind dreimal so viele Angriffe wie im Jahr 2013.

Tagesspiegel

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Fotostrecken des Ressorts

Landtagswahl in Bayern 2018: Schockstarre und Jubellaune - Die besten Bilder der Wahlpartys 
Bayern hat einen neuen Landtag gewählt. Bei CSU und SPD ist der Katzenjammer groß, bei den Grünen regnet es Konfetti, …
Landtagswahl in Bayern 2018: Schockstarre und Jubellaune - Die besten Bilder der Wahlpartys 
Anti-Erdogan-Demo: Die Bilder aus Berlin
Am Freitag sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu …
Anti-Erdogan-Demo: Die Bilder aus Berlin

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.