Bundesnetzagentur will Internetanbieter zu Infos über Leistungen verpflichten

Jochen Homann

Bonn. Während sich Internet- und Mobilfunkanbieter gegenseitig beim Tempo der Datenübertragung zu übertreffen versuchen, will die Bundesnetzagentur die Kunden vor falschen Versprechen und Mogelpackungen besser schützen.

Dazu hat die Agentur am Dienstag den Entwurf einer Rechtsverordnung veröffentlicht, welche die Anbieter dazu verpflichten soll, ihren Kunden mehr Transparenz zu Breitbandanschlüssen zu ermöglichen.

Demnach soll bereits bei Vertragsabschluss in einem „übersichtlichen Informationsblatt“ über die maximal mögliche Bandbreite sowie die Mindestbandbreite informiert werden. Zudem soll jeder Kunde einen Rechtsanspruch auf Informationen zu seiner tatsächlichen Übertragungsrate garantiert bekommen. Dazu zählt etwa die Information, wo der Kunde die Geschwindigkeit seiner Übertragungsrate messen kann.

„Wir wollen erreichen, dass sich der Verbraucher auf einen Blick darüber informieren kann, welche Datenübertragungsrate er in seinem Vertrag vereinbart hat und welche Qualität ihm nach der Schaltung seines Anschlusses tatsächlich geliefert wird“, wird der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, in einer Pressemeldung zitiert. Die Bundesnetzagentur werde zudem einen eigenen Geschwindigkeitsmesser entwickeln, den Kunden aller Anbieter nutzen können. Auch der Anbieterwechsel soll künftig stärker gefördert werden.

Bei jeder monatlichen Rechnung soll der Kunde über das Ende seiner Mindestvertragslaufzeit informiert werden. Außerdem soll es Kunden erleichtert werden, ihren Router frei wählen zu können. Die Deutsche Telekom hat bereits angekündigt, bei der Schaffung von mehr Transparenz mitwirken zu wollen. Zudem gebe es bei der Telekom bereits heute schon keinen Routenzwang.

Von Daniel Göbel

• Der Verordnungsentwurf ist online hier abrufbar.

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