Die Zahl der Gewerbeanmeldungen in Niedersachsen ist um sechs Prozent gestiegen

Mehr auf eigenen Füßen

Im Aufwind: Die Kraftfahrzeugbranche zählte 2009 zu den Wirtschaftszweigen, in denen sich besonders viele Niedersachsen selbstständig machten. Archivfoto:  dpa

Göttingen. Das Krisenjahr 2009 hat dem Land Niedersachsen einen Gründerboom beschert. Im vergangenen Jahr registrierten die Gewerbeämter zwischen Cuxhaven und Göttingen knapp 75 000 Gewerbeanmeldungen.

Nach Angaben des Landesbehörde für Statistik sind dies 6,1 Prozent mehr als 2008. Damals meldeten 70 636 Menschen ein Gewerbe an. Die meisten der frisch gebackenenen Selbstständigen (19 492) wurden in der Handels- sowie in der Kraftfahrzeugbranche aktiv. Danach folgt ein Sektor, den die Statistiker als „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (7650) bezeichnen. Dazu zählen die Gebäudeverwaltung, die Vermietung beweglicher Sachen wie Autos und Container, Reisebüros sowie die Zeitarbeitsbranche. Zudem machten sich zahlreiche Niedersachsen im Baugewerbe (6832), mit freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (6439) sowie als Gastwirte (5349) selbstständig.

Jeder fünfte Gründer startete nach den Erkenntnissen der Landes-Statistiker mit mindestens einem Angestellten oder einem Eintrag ins Handelsregister beziehungsweise die Handwerksrolle. Diese klassischen Betriebsgründungen (11 883) nahmen gegenüber 2008 um 4,6 Prozent zu.

Blickt man im Einzelnen auf die niedersächsischen Städte und Landkreise, so wagten 2009 im Kreis Wesermarsch anteilig die meisten Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Zahl der Gewerbeanmeldungen legte dort um 24,6 Prozent zu. In der Stadt Emden ging die Zahl der Gewerbeanmeldungen dagegen um 21,3 Prozent zurück.

Auch in Südniedersachsen ist das Ergebnis nicht einheitlich. Den größten Zuwachs bei den Gewerbeanmeldungen registrierten die Ämter im Kreis Northeim (15,3 Prozent) sowie im Kreis Goslar (4,7 Prozent).

Rückläufig war die Zahl der Gewerbeanmeldungen dagegen in den Kreisen Osterode (minus 1,1 Prozent), Holzminden (minus 3,3 Prozent) und Göttingen (minus 3,4 Prozent).

Von Peter Ketteritzsch

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