Mehr Frauen in die Chefetagen

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Ursula von der Leyen (CDU) will die Dax-Unternehmen zu einer Frauenquote verpflichten.

Berlin - Die Chefetagen Deutschlands sollen weiblicher werden: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will deshalb die DAX-Unternehmen in die Pflicht nehmen und droht mit Sanktionen.

Angesichts der Diskussion um mehr Frauen in Chefetagen hat Arbeitsministerin Ursula von der Leyen von den DAX-Unternehmen eine eindeutige Aussage verlangt. “Wie Frauen dort in Führungspositionen kommen, mit welcher Quote und in welcher Zeit diese erreicht werden soll - das muss klar sein“, sagte die CDU-Politikerin am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“ vor dem Spitzentreffen der Konzerne mit der Bundesregierung. Die Ministerin bekräftigte ihre Forderung nach einer Frauenquote von 30 Prozent bis 2018.

Wer ist im DAX?

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“Ich bin der festen Überzeugung, ohne Gesetz wird es nicht gehen“, sagte von der Leyen. Das hätten die “frustrierenden Erfahrungen in den letzten zehn Jahren“ gezeigt. Die DAX-Konzerne hätten fast nichts bewegt. Per Gesetz müssten vor allem Sanktionen definiert werden, “wenn wieder nichts passiert“, sagte die Ministerin.

Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel befürworteteine feste Frauenquote in Führungspositionen der DAX-Unternehmen. Dadurch würden sich auch die Firmen verändern, sagte Gabriel am Montag im Deutschlandfunk. Zugleich kritisierte er eine “ziemlich ungleichgewichtige Debatte“. Es werde sich um einen kleinen Teil gekümmert. Das nütze jedoch den Frauen nichts, die in “ganz normalen Beschäftigungsverhältnissen“ seien und fast 25 Prozent schlechter bezahlt würden als Männer.

Bei einem Spitzentreffen mit der Bundesregierung wollen die 30 DAX-Unternehmen am (heutigen) Montag ihre Pläne zur Steigerung des Frauenanteils in Chefetagen vorlegen.

dapd

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