CDU und FDP wollen den Job attraktiver machen - 66 Stellen in Hessen unbesetzt

Mehr Geld für Grundschulleiter

Kleine Schüler - kleines Gehalt? Diese Rechnung geht angesichts der Aufgaben eines Grundschulrektors nicht auf.

Wiesbaden. CDU und FDP wollen die Gehälter der Grundschulrektoren zum 1. Oktober nächsten Jahres anheben. Zwischen 200 und 300 Euro brutto je nach Größe der Grundschule sollen mehr gezahlt werden. Das entspricht ab 2014 einem finanziellen Volumen von rund fünf Millionen Euro im Jahr.

Wie in fast allen Bundesländern haben die Aufgaben der Schulleiter erheblich zugenommen, ohne dass dies finanziell honoriert wird. Die Elternarbeit ist intensiver geworden, Rektoren müssen mit Ämtern und Behörden verhandeln, mit dem Hort und den Kindertagesstätten zusammen arbeiten, für Vertretungskräfte sorgen, sich mit Inklusion und Ganztagsbetrieb auseinandersetzen und vieles mehr. Die Folge: Nur noch wenige Lehrer bewerben sich um die Funktionsstellen, die an kleinen Schulen nicht besser bezahlt werden als eine Lehrerstelle am Gymnasium.

Derzeit sind 66 Leitungsstellen an den 1028 Grundschulen nicht besetzt. Insbesondere im Ballungsraum Rhein-Main, wo die Lebenshaltungskosten zudem hoch sind, wird es immer schwieriger, Leitungspersonal zu finden. Und es kommt auch vor, so das Ministerium, dass Schulleiter oder Konrektoren ihren Job zurückgeben.

Geplant ist nun, dass alle Grundschulrektoren je nach Berufsjahren mindestens A 13 (Grundgehalt zwischen 3140 und 4170 Euro) bekommen, viele auf A14 (3270 - 4740 Euro) hochgestuft werden und einige wenige an Schulen mit mehr als 540 Schülern auch in die Stufe A15 (5250 - 5350 Euro) eingeordnet werden.

Laut Kultusministerium bekommen Schulleiter an Grundschulen derzeit schon eine Entlastungsstunde mehr als früher, da man sich der Managementaufgaben durchaus bewusst sei. Im Dienstrechtsmodernisierungsgesetz ist vorgesehen, auch Konrektoren künftig höher einzustufen.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

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