Mehr Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger

Nürnberg - Die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger wegen Pflichtverletzungen bei der Arbeitssuche steigt. Die Jobcenter verhängten zwischen Januar und September 2011 667.499 Sanktionen.

Das geht aus Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht hervor. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es mit 612.320 rund neun Prozent weniger.

Häufigster Anlass, Hartz-IV-Empfängern die Zuwendungen zu kürzen, waren der Statistik zufolge Meldeversäumnisse. Eine Sprecherin erläuterte, dass in Zeiten guter Konjunktur die Jobcenter zum einen mehr Angebote machen könnten und damit das Sanktionspotenzial steige. Zum anderen seien Bezieher von Arbeitslosengeld II in Zeiten guter wirtschaftlicher Entwicklung eher bereit, einen Termin auszuschlagen. Zudem seien viele Jobcenter immer noch dabei, ihre Arbeit zu professionalisieren.

Im Schnitt wurde den Hartz-IV-Empfängern ihr Geld zwischen Januar und September vergangenen Jahres um 119,05 Euro gekürzt. Nicht auszuschließen sei, dass Personen auch mehrfach von den Sanktionen betroffen waren, sagte die Sprecherin.

Bei den Beziehern von Arbeitslosengeld I waren die Strafen einem Bericht der “Saarbrücker Zeitung“ zufolge rückläufig. Sogenannte Sperrzeiten, in denen der Bezug komplett entfällt, wurden 2011 in 728.223 Fällen verhängt. Das waren rund 37.000 Fälle weniger als 2010.

dapd

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