Landesbischof spricht sich für einen Feiertag nach einem Vorbild aus Österreich aus

Meister will „anderen“ Vatertag

Ralf Meister

Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister wünscht sich einen anderen Vatertag. „Väter, die ihre Vaterschaft ernst nehmen, sollte man besonders würdigen“, sagte der evangelische Bischof. Nach österreichischem Vorbild könne ein Sonntag nach Pfingsten im Frühsommer in Kirche und Gesellschaft dazu bestimmt werden, ernsthaft über die Vaterrolle nachzudenken und an die Pflichten als Vater zu erinnern. In Österreich wird der zweite Sonntag im Juni als Vatertag begangen.

Was sich in Deutschland an Ritualen zum inoffiziellen „Vatertag“ am Feiertag Christi Himmelfahrt entwickelt habe, sei nicht geeignet, über das Vatersein nachzudenken, sagte Meister, der selbst zwei Söhne und eine Tochter hat. Der Bischof wies darauf hin, dass es überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene seien, die mit Bierkästen loszögen. „Wer so etwas als Vater tut, sollte nochmal überlegen, ob er seinen Kindern wirklich gerecht wird.“

Wenn für den Vatertag ein anderer Termin gefunden sei, könne Christi Himmelfahrt als Feiertag wieder stärker in den Blick kommen, sagte Landesbischof Meister. Der Himmel stehe als symbolischer Ort dafür, dass Gott allen Menschen nahe sei. Deshalb würden in den Kirchengemeinden viele Gottesdienste unter freiem Himmel gefeiert. In Österreich wurde der Vatertag 1955 analog zum Muttertag eingeführt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Väter erhalten kleine Geschenke. Auch andere Länder in Europa und weltweit feiern einen Vatertag. Die Termine schwanken dabei zwischen März und Dezember. Meist liegt er im späten Frühjahr oder Frühsommer. (epd) Foto: dpa

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