Druck erhöht

Merkel droht Putin mit weiteren Sanktionen

+
Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russlands Staatschef Wladimir Putin im Falle einer Eskalation des Ukraine-Konflikts mit weiteren Sanktionen gedroht.

„Es soll sich niemand täuschen, so unterschiedlich wir in Europa sind (...) so gemeinsam werden wir auch unsere Entscheidungen treffen“, sagte Merkel am Samstag bei einem Europa-Parteitag in Berlin mit Blick auf mögliche Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim.

Sie bedauerte, dass in einer Zeit der immer intensiveren Zusammenarbeit mit Russland dort ein Denken von Gebietsansprüchen Oberhand gewonnen habe, weil Menschen in der Ukraine ein Abkommen mit Europa forderten. Merkel betonte zugleich, niemand in Europa wolle den Gesprächsfaden zu Moskau abreißen lassen.

Ukraine-Krise: McAllister ruft Europa zur Einigkeit auf

Der CDU-Spitzenkandidat für die Europawahl, David McAllister, hat die Europäische Union angesichts der Ukraine-Krise zur Einigkeit aufgerufen. „Die Ukraine hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir zusammenhalten“, sagte er am Samstag in Berlin beim CDU-Parteitag zur Vorbereitung auf die Wahl am 25. Mai. An die Adresse derjenigen in Deutschland und anderen Ländern, die Europa miesmachten, sagte McAllister: „Für uns hat Europa nicht nur einen Preis, sondern auch einen Wert.“

McAllister bekannte sich zur transatlantischen Partnerschaft mit den USA - ungeachtet der Belastung durch die Spionageaktionen des US-Geheimdienstes NSA auch gegen CDU-Chefin Angela Merkel.

Die Finanzkrise in der EU sei „noch lange nicht überwunden, sie ist allenfalls unter Kontrolle“, begründete McAllister unter anderem seinen Aufruf zur Einigkeit. „Wir brauchen ein starkes und erfolgreiches Europa“ - dies gebe es bei einem Wahlerfolg der Konservativen. Zugleich forderte er einen intensiveren Bürokratieabbau in der EU. „Die Institutionen in Europa sollen sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren.“ Er ergänzte: „Wir wollen keine Europäische Union, die sich in bürokratischem Klein-Klein verzettelt.“

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.