ARD-Wahlarena

Merkel empört über jahrelange Leiharbeit

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Bundeskanzlerin Angela Merkel in der ARD-Wahlarena.

Berlin - Von der Frauenquote über Leiharbeit bis zur Gleichstellung von Homosexuellen: In der ARD-„Wahlarena“ löchern die Zuschauer die Kanzlerin mit zum Teil für sie sehr unangenehmen Fragen.

Am Mittwoch ist SPD-Herausforderer Steinbrück dran.

In der 75-minütigen Sendung, die von den Chefredakteuren von WDR und NDR, Jörg Schönenborn und Andreas Cichowicz, live aus dem Kunstwerk Mönchengladbach moderiert wurde, konnten 150 Wähler die Kanzlerin direkt befragen. Die Themenpalette reichte von der Frauenquote über die Pflege bis zur NSA-Geheimdienstaffäre und der Gleichberechtigung von Homosexuellen.

So konfrontierte sie ein bekennender Homosexueller mit der Ablehnung der vollen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare bei Adoptionen durch die CDU. „Ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass ich mich schwertue mit der kompletten Gleichstellung (...) Ich bin unsicher, was das Kindeswohl anbelangt.“ Sie wolle das zum Ausdruck bringen dürfen, ohne damit Menschen diskriminieren zu wollen. Der Mann entgegnete, auch ihm und seinem Partner gehe es um das Kindeswohl.

An diesem Mittwoch wird SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück den Zuschauern am selben Ort Rede und Antwort stehen.

Merkel verteidigte ihren harten Sparkurs in Europa und äußerte zugleich Verständnis für Kritik in südeuropäischen Ländern. Zu Plakaten in Griechenland, die sie in Nazi-Uniform zeigten, sagte sie: „Manchmal ist Kritik nicht immer sachlich. Ich finde hier muss man ein weiches Herz haben. (...) Ich ziehe manchmal auch die Pfeile auf mich.“ Einigen Menschen in diesen Ländern gehe es sehr schlecht. Sie seien sehr wütend.

Sie stehe aber dazu, dass finanzschwache Staaten selbst Reformen durchsetzen und ihren Beitrag zur Stabilisierung der Währung beitragen müssten. „Ich möchte, dass der Euro stabil ist.“ Merkel betonte: „Ich bin eigentlich ganz sicher, dass mein Herz sehr enthusiastisch für Menschen in Europa schlägt.“ Sie sei „wirklich eine Herzenseuropäerin“.

dpa

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