Geht's auch leiser?

Vor laufender Kamera: Merkel rügt Mitarbeiter

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Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kroatischen Ministerpräsidenten Zoran Milanovic, fühlte sich Angela Merkel veranlasst, ihren stellvertretenden Regierungssprecher Georg Streiter zurechtzuweisen.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel ist eigentlich meist um Freundlichkeit bemüht - vor allem dann, wenn ausländische Gäste in der Nähe sind. Doch am Mittwoch war das kurzzeitig anders.

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kroatischen Ministerpräsidenten Zoran Milanovic, fühlte sie sich veranlasst, ihren stellvertretenden Regierungssprecher Georg Streiter zurechtzuweisen. Merkel hatte gerade ihr Statement im Kanzleramt begonnen, da unterbrach sie kurz und sagte in alle Mikrofone und Kameras: „Herr Streiter, wenn Sie etwas leiser sprechen könnten, wäre das sehr hilfreich.“

Der verzog kurz die Miene - und schwieg. Weitere Konsequenzen wurden nicht erwartet, ein Vergleich mit dem Fall Schäuble/Offer erscheint daher nicht angebracht. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte vor knapp zwei Jahren seinen Sprecher Michael Offer vor laufenden Kameras scharf zurechtgewiesen, weil Unterlagen nicht rechtzeitig verteilt worden waren. Offer kündigte wenig später.

dpa

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