Merkel gegen Schweinefleisch-Beschränkung in Kantinen

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"Ich möchte, dass die Menschen essen können, was sie wollen, und dass sie dabei aus einem breiten Angebot wählen können", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Uwe Anspach

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel teilt die Position der CDU in Schleswig-Holstein, dass in öffentlichen Kantinen auch Schweinefleisch angeboten werden sollte.

"Ich möchte, dass die Menschen essen können, was sie wollen, und dass sie dabei aus einem breiten Angebot wählen können", sagte sie der "Bild am Sonntag". Auf die Frage nach der Rücksichtnahme auf die Essensgewohnheiten von Muslimen fügte sie hinzu: "Wenn 60 Prozent der Eltern in einer Kita Vegetarier wären und nicht wollten, dass ihr Kind Fleisch isst, und die anderen Kinder deshalb auch kein Fleisch mehr bekämen, fände ich auch das eine falsche Einschränkung."

Die schleswig-holsteinische CDU-Fraktion will die Landesregierung mit einem Antrag im Parlament auffordern, sich dafür einzusetzen, dass Schweinefleisch nicht vom Angebot öffentlicher Kantinen gestrichen wird. Der Vorstoß löste Empörung, vor allem aber Häme aus. Viele Kritiker interpretierten ihn fälschlich als Forderung nach einer Schweinefleischpflicht.

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