Merkel erhöht Druck auf Griechenland

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bekräftigt, dass die nächste Hilfstranche für Griechenland nicht ausgezahlt werden kann, wenn das Land seine Sparvorgaben nicht erfüllt.

Was dieser Fall konkret bedeuten würde, darüber wolle die Bundesregierung nicht spekulieren, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Zu den Konsequenzen müsse man die griechische Regierung fragen, sagte Seibert.

Zugleich bremste Merkel die Schwesterpartei CSU aus bei ihrem Ansinnen, als letztes Mittel hoch verschuldete EU-Staaten aus der Eurozone auszuschließen. “Die geltenden Verträge sehen weder einen freiwilligen Austritt noch so etwas wie einen Rauswurf eines Landes aus der Eurozone vor“, sagte Seibert mit Blick auf eine Klarstellung der EU-Kommission. “Die Rechtslage steht einem solchen Schritt schon einmal entgegen.“

Chronologie: Schuldenkrise im Euroland

Euro-Schuldenkrise - Eine Chronologie

Das Ziel der Bundesregierung sei es ganz klar, die Eurozone als Ganzes zu stabilisieren. Es müsse nun darum gehen, das Übel der Verschuldung und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit durch eine enge Zusammenarbeit aller 17 Euro-Staaten gemeinsam anzugehen. “Das wird ein langer, mühsamer Weg werden.“

Seibert betonte, das Verhältnis zwischen Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer sei gut, man sei im regelmäßigen Gespräch. Der Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte mit Blick auf marktrelevante Informationen, er könne keine Auskunft geben, welche deutschen Banken im Fall einer griechischen Insolvenz besonders stark betroffen wären.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.