"Hat mein vollstes Vertrauen"

Kanzlerin stärkt Ministerin Schavan den Rücken

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Bundeskanzerlin Merkel hat Annette Schavan ihr Vertrauen ausgesprochen.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der wegen möglicher Plagiate in ihrer Doktorarbeit in die Kritik geratenen Bildungsministerin Annette Schavan den Rücken gestärkt.

„Die Ministerin hat mein vollstes Vertrauen“, sagte die CDU-Vorsitzende am Montag in Berlin.

Ein Gutachter der Universität Düsseldorf wirft Schavan Medienberichten zufolge vor, in ihrer vor mehr als 30 Jahre erstellten Dissertation bewusst getäuscht zu haben. Merkel betonte, es sei Sache der Universität, die Doktorarbeit zu beurteilen. „Die Hochschule ist unabhängig in ihrer Urteilsfindung. Insofern habe ich davor natürlich den notwendigen Respekt.“

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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf indes will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu den Plagiatsvorwürfen gegen Schavan äußern. „Die zuständigen Organe und Gremien dieses Verfahrens haben zu keiner Zeit öffentlich Stellungnahmen abgegeben oder sich an Spekulationen beteiligt und werden es auch weiterhin nicht tun“, teilte die Uni am Montag auf Anfrage mit.

Die Beratungen an der Philosophischen Fakultät befinden sich nach Angaben der Hochschule „noch im laufenden Verfahren“. Dabei gehe es darum, ob bei Schavans Doktorarbeit der „fachliche begründete Verdacht eines Plagiates“ besteht und deswegen ein Verfahren zur Rücknahme des Doktortitels eingeleitet werden soll. Mit der Voruntersuchung sei der Promotionsausschuss der Fakultät beauftragt, der dem Fakultätsrat eine Empfehlung vorlegen werde. Die Uni stellte zudem klar, dass das Ergebnis „allein auf die wissenschaftliche Überprüfung der untersuchten Doktorarbeit“ gründen wird.

Nach Medienberichten kommt ein Gutachter der Universität zu dem Schluss, dass etliche Stellen von Schavans Dissertation das „charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise“ trügen.

dapd/dpa

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