Spiegel-Bericht

Merkel stutzt Seehofers Superministerium zusammen 

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stutzt Horst Seehofers (CSU) „Superministerium“ zusammen.

Berlin - Der designierte Heimatminister Horst Seehofer muss auf zusätzliche Kompetenzen aus dem Agrarministerium verzichten. Bei einem vertraulichen Treffen am Donnerstag habe es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abgelehnt, die entsprechende Abteilung aus dem Agrarressort herauszulösen und dem neuen Ministerium für Inneres, Bauen und Heimat zuzuschlagen, wie der „Spiegel“ berichtet. Stattdessen habe der CSU-Chef von Merkel die Zusage bekommen, dass die CSU den Posten eines Staatsministers für Digitales im Kanzleramt besetzen dürfe. Die CSU kommentierte den Bericht auf Anfrage zunächst nicht.

Als mögliche Kandidatin gilt laut „Spiegel“ die stellvertretende CSU-Chefin Dorothee Bär. Sollte dies so kommen, hätte Seehofer seine akuten Personalprobleme gelöst: Entwicklungsminister Gerd Müller könnte dann eventuell sein Amt behalten, Generalsekretär Andreas Scheuer neuer Verkehrsminister werden. Diese drei Namen, inklusive Bär, waren zuletzt für die zwei Ministerämter gehandelt worden, die der CSU außer dem Innenministerium zustehen, das Seehofer übernimmt. Sollte die SPD-Basis die Koalition absegnen, will Seehofer die Namen am Montag nennen.

Klöckner will keine Kompetenzen an Seehofer abgeben

Dem Nachrichtenmagazin zufolge hatte Seehofer die Zuständigkeiten aus dem Landwirtschaftsministerium auch deshalb verlangt, weil über sie bundesweit Fördergelder verteilt werden. Merkel wiederum habe nicht noch weitere Kompetenzen aus dem Bereich der CDU abgeben wollen. Insbesondere die designierte Agrarministerium Julia Klöckner (CDU) sperrte sich laut „Spiegel“ intern vehement dagegen, auf Kompetenzen zu verzichten.

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